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Sanierte Trinkkuranlage in Bad Nauheim
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Sanierte Trinkkuranlage in Bad Nauheim

Bad Nauheim

Überwachen mit Kameras

  • Petra Zeichner
    VonPetra Zeichner
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Abbrennen von Pyrotechnik und Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Fans: Die Bad Nauheimer Eisporthalle soll künftig durch Videoüberwachung sicherer werden. In der Trinkkuranlage sollen Kameras Beschädigungen durch Vandalismus verhindern.

Abbrennen von Pyrotechnik im Bereich der Tribünen, tätliche Auseinandersetzungen durch rivalisierende Fans – der Brief des Leiters der Polizeidirektion Wetterau, Jürgen Kapp, an die Erste Stadträtin Brigitta Nell-Düvel (Grüne) spricht eine deutliche Sprache. Kapp rät wegen diesen „wiederkehrend auftretenden Störungen“ in der kurstädtischen Eissporthalle bei Liga-Heimspielen des EC Bad Nauheim zur Videoüberwachung.

Doch nicht nur der Eissport soll ins Visier von Videokameras genommen werden, sondern auch die Trinkkuranlage. In dem Jugendstilbau „haben auch die Beschädigungen durch Vandalismus bekanntermaßen zugenommen“, heißt es in der Magistratsvorlage, mit der sich am Donnerstagabend der Haupt- und Finanzausschuss befasst hat. Laut dessen Vorsitzenden Oliver von Massow (CDU) hat sich das Gremium mit zehn Stimmen und einer Gegenstimme fast geschlossen für die Überwachung ausgesprochen.

Allerdings will der Ausschuss vor der Installation der Kameras in der Trinkkuranlage wissen, wie viel das kosten soll und wo genau die Kameras installiert werden.

Über die geänderte Vorlage entscheiden die Stadtverordneten in der kommenden Woche. Im Fall des Eisstadions gibt es diese Einschränkung nicht: Hier übernimmt die Polizei laut von Massow die Kosten.

Eine Stimme gegen die Kameras

Gegen die Kameras in der Trinkkuranlage stimmte nur Manfred Schneider (FDP). „Das ist ein Eingriff in die Persönlichkeitsrechte“, sagte er gestern. Dieser stehe in keinem angemessenen Verhältnis zu der Schwere der Vorfälle. Dazu komme, dass „kein sicherer Zugriff der Polizei“ gewährleistet sei. Bis die Beamten vor Ort seien, seien die Vandalen weitergezogen. Gegen die Kameras in der Eissporthalle habe er nichts. Da komme es häufiger zu Auseinandersetzungen.

Von denen hat Rainer Jackel bisher nicht viel mitbekommen. Er ist Fan des EC Bad Nauheim Rote Teufel und Vorsitzender des Eishockey-Fördervereins Teufelskreis Bad Nauheim. Zu fast jedem Spiel geht er hin, manchmal mit seinem fünfjährigen Sohn. Das Abbrennen von Pyrotechnik hat er „ab und zu mal mitbekommen“. Zuletzt bei dem Spiel der Roten Teufel gegen den EC Kaufbeuren am 14. Januar von auswärtigen Fans. Ansonsten könne er sich an keine „größeren Auseinandersetzungen innerhalb des Stadions“ erinnern.

Bei seinen Spielbesuchen habe er „bisher niemals das Gefühl gehabt, in Gefahr zu sein“. Einer Überwachung mittels Videokameras steht Jackel trotzdem offen gegenüber. „Ich finde es nicht schlimm und ich glaube nicht, dass jemand einen Nachteil davon hat.“

Die Stadtverordnetenversammlung ist am Donnerstag, 30. Januar, um 19.30 Uhr, im Konzertsaal der Trinkkuranlage, Ernst-Ludwig-Ring 1.

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