Bad Nauheim

Trinkkuranlage wird saniert

  • Andreas Groth
    vonAndreas Groth
    schließen

Bund und Land unterstützen 1,15 Millionen Euro teure Arbeiten am Dach, die aus energetischen Gründen sinnvoll ist. Als nächster Schritt wird eine Detailplanung ausgearbeitet.

Mit finanzieller Hilfe des Landes Hessen und des Bundes saniert die Stadt Bad Nauheim in den nächsten Monaten die Trinkkuranlage. Laut einer Mitteilung wird das Dach saniert und im Ostflügel die Glasfassade ausgetauscht. Beides soll der energetischen Ertüchtigung des Bauwerks dienen. Insgesamt sind die Arbeiten 1,15 Millionen Euro teuer.

Der Bund unterstützt sie mit 846 900 Euro. Das Land steuert 94 100 Euro bei. Das Geld stammt aus dem Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) des Landes Hessen. Die Stadt selbst beteiligt sich mit 209 000 Euro. Laut Erster Stadträtin Brigitta Nell-Düvel (Grüne) schränkt die alte Bausubstanz die Möglichkeiten der energetischen Sanierung ein. Nach den Auflagen des Denkmalschutzes müssten bei der Erneuerung des Dachs außerdem alle intakten Ziegel eingelagert werden, um damit später Gebäudeteile wieder einzudecken. Doch die Dämmung des Dachs lohne sich, so Nell-Düvel: „Der energetische Mehrwert ist aufgrund der bis unter die Dachhaut reichenden Räume sehr hoch anzusehen.“ Die Stadt gehe nun an die Detailplanung und werde bald möglichst mit den Arbeiten beginnen.

Die Trinkkuranlage wurde zwischen 1910 und 1912 von Wilhelm Jost erbaut. Sie gilt wie der Sprudelhof als ein hervorragendes Beispiel des Jugendstils. Die denkmalgeschützte Trinkkuranlage besteht aus mehreren Säulengängen, die hufeisenförmig um ein großes Bassin und eine Orchestermuschel führen. Weitere Gebäude des Ensembles sind ein achteckiger Kurbrunnentempel und eine Trinkhalle. agr

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare