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Tradition und Moderne vereinen

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Investor Christian Wohlgemuth vor der Baustelle Teichhaus.
Investor Christian Wohlgemuth vor der Baustelle Teichhaus. © Peter Jülich

Das Teichhaus-Café in Bad Nauheim wird neu gebaut. Danach soll wieder Gastronomie in die Immobilie ziehen. Die Eröffnung ist für Sommer 2014 geplant.

Das Teichhaus-Café in Bad Nauheim wird neu gebaut. Danach soll wieder Gastronomie in die Immobilie ziehen. Die Eröffnung ist für Sommer 2014 geplant.

Christian Wohlgemuth strahlt über das ganze Gesicht, wenn er über die Zukunft des Teichhauses spricht. Sein Traum ist „die Eröffnung mit Public Viewing zur Fußball WM in Brasilien im Juni.“ Doch bis dahin wird auf dem Grundstück mit zwei historischen Eckhäusern noch viel Glas, Beton und Stahl verbaut. Gerade sei die Bodenplatte gegossen, erläutert der Bad Nauheimer Architekt und Besitzer der 230 Jahre alten Immobilie. Jetzt werde es schnell in die Höhe gehen.

In dem Komplex, über dem am Hang das Teich-Schlösschen thront, soll wieder Gastronomie einziehen. Wohlgemuth ist zuversichtlich, bis Ende des Jahres einen Betreiber dafür gefunden zu haben.

Fensterfront zum See

Den großen baulichen Schnitt für das Teichhaus hält der Fachmann für unvermeidlich. „Viele Jahre lang ist an der Substanz nur geflickt worden“, sagt er. Die Folgen dokumentiert er in einer Bilderschau: Zu sehen sind feuchte Wände und Decken, Schimmel und defekte Leitungen. Die Fotografien zeigen zudem Schäden an tragenden Elementen.

Seit jüngstem ist auch sicher, dass in dem linken Seitenbau die Dachkonstruktion saniert werden muss. „Bei dem rechten Nebengebäude haben wir das Dach noch nicht geöffnet“, sagt Wohlgemuth wohl ahnend, dass die Bauleute dort einen ähnlichen Zustand zu sehen bekommen.

Mit Einvernehmen der Denkmalbehörden ließ der Investor den Mittelbau mit der Terrasse abreißen. Ein modernes, eingeschossiges Café soll dort hochgezogen werden. Bei der Gestaltung orientiert sich der Architekt teilweise am Vorgänger – mit weitläufiger Gastronomieterrasse und einer zentralen Treppe zum Seeufer. Eine Neuheit wird die vollverglaste Fassade darstellen. „Die Fensterfront stellt die Verbindung zwischen dem Restaurant und der wunderbaren Parklandschaft her“, sagt Christian Wohlgemuth. Links und rechts neben den Neubau stehende Häuser werden ebenfalls noch saniert. Die weiß-blauen, historischen Wandfliesen und die Wendeltreppe aus einem der Häuser bleiben erhalten, weil sie geschützt sind. Mit seitlichen und zurückgesetzten Anbauten sollen sich die Nutzungsmöglichkeiten für die Nebenhäuser verbessern. Sie können später beispielsweise von geschlossenen Gesellschaften oder für Seminare gebucht werden.

„Die Gastronomie kann ganzjährig auf drei Ebenen laufen“, sagt Wohlgemuth. Die dortigen Preise sollen nach seiner Ansicht durchschnittlich bis gehoben sein. Der Betreiber dürfe das neue Teichhaus übrigens auch für Tanzveranstaltungen, Kleinkunst oder Theater nutzen.

Angesichts dieser „enormen“ Möglichkeiten wünscht sich Wohlgemuth am ehesten ein Pächterteam, das nicht allein aus guten Geschäftsleuten besteht. Idealerweise müsste unter ihnen ein Eventmanager sein, sagt er. Wenn die Neuen dann noch ein bisschen Heimatliebe mitbringen, werde das sehr geschätzt. „Der Betreiber soll sich mit Bad Nauheim genau so verbunden fühlen, wie ich es tue.“ Demnächst wird bundesweit inseriert.

Wie es auch kommen mag – für diesen Sommer sind Spaziergänger am Großen Teich und die Tretbootfahrer auf jeden Fall ausreichend versorgt, ohne einen Picknickkorb mitzuführen. Vor dem Teichhaus ist unterdessen eine weiträumige Außenbewirtung mit mobilem Imbissstand aufgebaut worden.

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