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Kerzen im Eisstadion

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Viele Lichter und der Gesang sorgen bei eisigen Temperaturen im Colonel-Knight-Stadion für eine ganz besondere Stimmung.
Viele Lichter und der Gesang sorgen bei eisigen Temperaturen im Colonel-Knight-Stadion für eine ganz besondere Stimmung. chuc © Chuc

Lieder in Eis-Dur. So ließe sich das Weihnachtssingen des EC Bad Nauheim beschreiben, das am Samstagabend 2000 Gäste ins Colonel-Knight-Stadion lockte. Es war klirrend kalt, doch vor dem Hintergrund der Weltlage war das Ereignis besonders berührend.

Ein stimmungsvolles, wenn auch eisiges Vergnügen ist das Weihnachtssingen am Samstagabend im Bad Nauheimer Colonel-Knight-Stadion gewesen. Bei Minusgraden fanden nicht die erhofften 4000 Teilnehmer in den Eistempel, nach Angaben der Veranstalter waren es 2000. „Es war mir klar - bei dem Wetter. Wir sind absolut zufrieden“, sagte Michael Richly, Vorsitzender des Charity-Vereins „Rote Engel“ des EC Bad Nauheim.

Es war so kalt, dass der Stadtkapelle Friedberg die Blasinstrumente einfroren. Nach der Pause konnten die Musizierenden nicht mehr weiterspielen. „So etwas hatten wir hier auch noch nie“, stellte Sandra Nitschkowski fest, die das Orchester leitete. Doch was wäre Weihnachten ohne die Fähigkeit zu improvisieren - allemal, wenn es um die gute Sache geht. Die Chöre und die Besucher sangen einfach ohne instrumentale Begleitung weiter.

Viele Gäste hielten Kerzen in der Hand, die sie gegen Spenden am Eingang erhalten konnten. Die Eisfläche war mit LED-Kerzen illuminiert, was ein romantisches Flair hervorrief. Andreas Ortwein, Geschäftsführer des EC Bad Nauheim, begrüßte das Publikum: „Ich freue mich, dass ihr so zahlreich gekommen seid und so viele Lichter erstrahlen.“ Landrat Jan Weckler sagte: „Weihnachtsstimmung im Eisstadion - das ist etwas ganz Besonderes, und das in diesen Zeiten.“ Das Weihnachtssingen beschrieb er als Signal für eine friedliche Welt. Organisator Richly ging auf die Atmosphäre ein: „Weihnachten - welch ein Zauber liegt in diesem Wort.“ Für die Ohren wurde viel geboten. Unter der Leitung von Martin Bauersfeld sangen die Kinderchöre Nieder-Wöllstadt, Rockenberg, Nieder-Weisel und Ockstadt sowie der Männerchor Concordia Nieder-Wöllstadt herzerwärmende Lieder. Eindrucksvoll war auch der Gesang des klassischen Gesangsduos Felicia und Erhard Brunner. Ansprechend anzusehen war der Eiskunstlauf des LSC Bad Nauheim. Rhythmisch, schwungvoll und mit Lichterketten um den Hals begeisterten die jungen Frauen und Mädchen, als sie über die Eisfläche fegten. In der Pause konnten sich die Gäste mit Heißgetränken und Bratwurst aufwärmen.

SPENDEN

Die Spenden und Einnahmen des Weihnachtssingens des EC Bad Nauheim beziehungsweise des Charity-Vereins „Rote Engel“ gehen an den Elternverein für leukämie- und krebskranke Kinder Gießen, die Altenselbsthilfe Bad Nauheim, das Brustzentrum Bad Nauheim, die Brustkrebshilfe Deutschland, die Bürgerstiftung „Ein Herz für Bad Nauheim“ und an die Behindertenhilfe Wetteraukreis. ihm

Wer spenden möchte , kann dies tun über den Spendenbutton auf:

www.ec-weihnachtssingen

Eine Neu-Bad-Nauheimerin hatte das Weihnachtssingen vorher noch nie erlebt und wollte es sich einmal anschauen. „Ich kannte es noch nicht, und man hat mir gesagt, das soll so toll sein. Also habe ich das mal ausprobiert, und außerdem ist es für einen guten Zweck. Das hat mich auch noch inspiriert.“ Frank Besemer aus Ortenberg und seine Frau Carola waren schon oft beim Weihnachtssingen. „Wir haben Dauerkarten, gehen immer zu den Spielen des EC Bad Nauheim und haben auch das Weihnachtssingen liebgewonnen. Es ist die richtige Einstimmung auf Weihnachten, und ich finde es toll, was die Roten Engel für die Charity machen“, sagte Frank Besemer. Er und befreundete Eishockey-Fans haben denn auch Geld gesammelt und dem Charity-Verein übergeben.

Die 25-jährige Jule aus Bad Nauheim war da, weil es ihr im vergangenen Jahr so gut gefallen hatte. „Es ist weihnachtlich und eine schöne Sache“, sagte sie. Sie hatte sich warm angezogen, fror aber trotzdem. „Kinderpunsch hilft“, sagte sie und strahlte.

Unter dem Strich war die Veranstaltung diesmal ein besonders tiefgehendes Erlebnis.

Über die Spendenhöhe konnte Michael Richly noch nichts sagen, zum gegebenen Zeitpunkt wird die Summe bekanntgegeben. Bis in den Januar kann noch gespendet werden.

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