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Ein Klassenraum im Freien

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Auch in diesem Jahr ehrt der Wetteraukreis wieder eine Schule, die sich durch herausragende Leistungen in den Bereichen Umwelt, Soziales Kultur und Sport eingesetzt hat. Überzeugt hat die Jury ein ökologisch wertvolles und nachhaltiges Projekt der Frauenwaldschule Nieder-Mörlen: der Schulgarten.

Mit einem zwölf mal acht Meter großen Schulteich begann 1985 die Verwandlung einer 10 000 Quadratmeter großen artenarmen Wiesenfläche in die heutige artenreiche Biotopfläche. Zwei Jahre nahm der Bau des Teichs in Anspruch. Mit zwölf Hochstamm-Obstbäumen wurde 1990 die heutige Streuobstwiese auf dem Schulgelände begründet. Inzwischen wachsen an nunmehr 29 Bäumen Äpfel, Süßkirschen, Zwetschgen, Mirabellen, Pflaumen, Quitten und Birnen. Die Früchte sind eine wichtige Grundlage für die Produkte, die die Schule bei ihrem jährlichen Herbstmarkt verkauft.

„So ist in den vergangenen 37 Jahren Schritt für Schritt ein einzigartiges Mosaik aus Groß- und Kleinbiotopen entstanden, das von den Schülerinnen und Schülern und dem Kollegium der Frauenwaldschule über verschiedene Generationen innerhalb der Schulgemeinde gepflegt wird. Nicht allein die ökologischen Aspekte, sondern auch die Dauerhaftigkeit, mit der die Schule das Projekt vorantreibt, hat die Jury überzeugt“, fasst Landrat Jan Weckler zusammen.

Doch der Schulgarten besteht noch aus vielen weiteren Bausteinen, die auch Eingang in den Unterricht finden und Teil des pädagogischen Konzepts der Schule sind. Hinzukommen eine Wildblumenwiese, eine Trockenmauer, eine Vogelschutzhecke, eine „Naschhecke“ aus Wildobststräuchern, eine „Kräuterschnecke“, ein Molchtümpel und zwei kleine Wäldchen. Eine Jury hatte das Projekt der Nieder-Mörler Frauenwaldschule dem Kreisausschuss vorgeschlagen. Dieser schloss sich dem Votum an. red

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