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Christlicher Judenhass

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Gerade an Weihnachten sollten wir uns alle bewusst machen, dass Jesus als Jude geboren wurde. Christlicher Judenhass hat unendlich viel Leid verursacht und dem mörderischen Antisemitismus der Nationalsozialisten den Weg geebnet. Einer der Protagonisten war Walter Grundmann“, heißt es in einer Pressemitteilung der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit (GcjZ) Wetterau, die zu einem Vortrag am Mittwoch, 14.

Dezember, um 19.30 Uhr in das evangelischen Gemeindezentrum Wilhelmskirche einlädt. Der Titel lautet „Wie Jesus zum ‚Arier‘ wurde - Das Eisenacher Entjudungsinstitut und der Antisemitismus Walter Grundmanns“.

„Walter Grundmann war der wissenschaftliche Leiter und die prägende Figur des von 1939 bis 1945 bestehenden Eisenacher ‚Entjudungsinstituts‘. Er und die über 200 Mitarbeiter waren zutiefst von Hitler und dem Nationalsozialismus überzeugt und verfolgten das Ziel, ein ‚artgerechtes Christentum‘ für Deutsche zu schaffen. Indem sie Jesus als ‚Arier‘ konstruierten sowie Bibel, Gesangbuch und Katechismus umschrieben und neu ordneten, wurden christliche Theologie und Kirchenpraxis ‚entjudet‘.“

Torsten Lattki, Studienleiter für interreligiösen Dialog und gegen Antisemitismus beim Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit, erläutert in seinem Vortrag, wie das Institut entstand und wie und mit welchen Folgen dort gearbeitet wurde. red

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