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Aus Liebe zum Heimatland Frankreich

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Der Verein zur Förderung Sinfonischer Musik lädt zum fünften Konzert im Rahmen der Sinfoniekonzert-Reihe ein. Die Kammerphilharmonie wird am Sonntag, 23. Oktober, um 16 Uhr im Jugendstil-Theater spielen. Als Solist gastiert Oboist Manuel Bilz. Das Hausorchester dieser Konzertreihe, die Kammerphilharmonie, präsentiert unter Leitung von Uwe Krause ein „französisches“ Programm:

Zu hören sein wird Gabriel Fauré: Suite Masques et Bergamasques Jean Françaix: L’Horloge de flore, und César Franck: Sinfonie d-moll. Alle drei Komponisten verbindet ihre Heimat Frankreich und die Königin der Instrumente, die Orgel, die im Konzert zwar nicht erklingt, aber mit der alle drei Komponisten Weltruhm erlangt haben. Alle drei haben am Pariser Conservatoire studiert, und alle drei verbindet eine kirchenmusikalische Verwurzelung.

Franck galt als der berühmteste Orgelkomponist und Orgellehrer des 19. Jahrhunderts in Frankreich. Louis Vierne, Schüler Francks, wiederum der Lehrer von Nadia Boulanger, die stellvertretende Organistin für Gabriel Fauré wurde und ebenso wir Fauré am Pariser Conservatoire unterrichtete. Dort studierte auch Jean Françaix bei Nadia Boulanger.

Außerdem wird in diesem Jahr der 200. Geburtstag von Franck gefeiert. Anlass genug, um seine Sinfonie aufzuführen. Zurück zur Natur! Zum einfachen Leben! Ein attraktives Motto, nicht nur für uns heute, sondern auch für die Komponisten des frühen 20. Jahrhunderts. Fauré, der zwar ursprünglich von deutscher und französischer Romantik beeinflusst war, fand bald seine eigene Tonsprache und spielt in „Masques et Bergamasques“§ mit dieser Sehnsucht nach der Idylle des Landlebens und einer längst vergangenen Zeit. Francks Sinfonie d-Moll gehört zu seinen späten Kompositionen und ist - von einem jugendlichen Versuch abgesehen - seine einzige Sinfonie. Francks sehr eigenwillige Komposition stieß zu seiner Lebzeit häufig auf Ablehnung. Heute ist sie längst als eines der bedeutendsten symphonischen Werke aus Frankreich anerkannt.

Françaixs L’Horloge de flore (Blumenuhr) ist ein eher selten gespieltes Werk für Oboe und Orchester und ein Kleinod in der Konzertliteratur für Oboe. L’Horloge de flore (die Blumenuhr) ist eine siebensätzige Suite voll von Poesie und anrührender Klangvielfalt, den Blumen im Stundenablauf des Tages und der Nacht gewidmet.

Françaix stellt die Blumen in der Reihenfolge, in der sie im Tagesablauf erblühen, musikalisch vor. Er verarbeitet Tanzrhythmen den Rumba, indische Tablafiguren, lässt das gesamte Orchester majestätisch erklingen und präsentiert die bunte Vielfalt und Schönheit der Natur.

Eintrittskarten sind bei der Tourist-Information, unter www. sinfonie-badnauheim.de, sowie an der Tageskasse erhältlich. red

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