Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Bad Vilbel

B3 muss saniert werden

  • vonHolger Pegelow
    schließen

Schäden am Unterbau der Pendlerstrecke festgestellt

Tagtäglich fahren viele Tausend Pendlerinnen und Pendler aus der Wetterau nach Frankfurt zur Arbeit. Auf der B3 müssen sie in der Gemarkung Bad Vilbel nun gleich zweimal ihr Tempo drosseln. Zunächst kommt hinter der Auffahrt Bad Vilbel eine 600 Meter lange Fahrbahnverschwenkung und die linke Spur ist eingeengt. Das bedeutet: Tempo 80. Diese kleine Baustelle wurde zur Errichtung einer zusätzlichen Abbiegespur für die Lastwagen zur Bahn-Baustelle eingerichtet. Nach weiteren rund 700 Metern müssen sie ihre Geschwindigkeit erneut drosseln. Die Fahrbahn der rechten Spur ist dort sehr wellig.

Vielen dürfte das bekannt vorkommen, schließlich ist es keine zwei Jahre her, als es nahe dieser Stelle schon mal eine Bodenwelle gab. Seinerzeit hatte eine Baufirma im Auftrag eines Telekommunikationsunternehmens unter der Fahrbahn ein Kabel durchgepresst. Die B 3 sank an einer Stelle ab. Es hat über ein Jahr gedauert, bis Arbeiter anrückten, um die Schäden zu reparieren. Es dauerte allerdings nur bis zum Sommer dieses Jahres, bis es auf der B 3 wieder wellig wurde. Diesmal sind es gefühlt gleich drei Wellen, über die die Autofahrer holpern – übrigens unweit der schon einmal geflickten Stelle.

Die zuständige Straßenbehörde Hessen Mobil ließ daraufhin wieder Schilder aufstellen: Tempo 80 und „Achtung! Unebene Fahrbahn“. Wer jetzt aber denkt, das seien erneute Spätfolgen der Kabel-Durchpressung, der irrt. Das hessische Verkehrsministerium hat es in Beantwortung einer Anfrage des FDP-Landtagsabgeordneten Jörg-Uwe Hahn quasi amtlich bestätigt: „Die Geschwindigkeitsbegrenzung ist aufgrund einer Vielzahl von Bodenwellen angeordnet worden. Sie ist nicht auf den im Jahr 2018 entstandenen Schaden zurückzuführen.“

Eingriff an „Nadelöhr“

Hessen Mobil hatte einen Gutachter eingeschaltet, um der Ursache genau auf den Grund zu gehen. „Das sind keine einfachen Schlaglöcher, sondern die Schäden gehen viel tiefer“, sagt Hessen-Mobil-Sprecherin Cornelia Höhl. Der Fachmann hat offenbar auch Probebohrungen vorgenommen und war dabei auf massive Schäden im Unterbau der Straße gestoßen. Das bedeutet: „Die Straße muss umfangreich saniert werden“, kündigt die Sprecherin an.

Erfahrungsgemäß müssen dabei sowohl die Deck-, als auch die Tragschicht abgetragen und völlig neu aufgebracht werden. Auch das Ministerium spricht von einer „grundlegenden Instandsetzung des Streckenbereichs“. Die Kollegen in der Fachabteilung hätten mit den Straßenverkehrsbehörden vor Ort Kontakt aufgenommen. „Wir müssen dort in ein Nadelöhr eingreifen“, spielt die Sprecherin auf die starke Verkehrsbelastung dieses Streckenabschnitts mit mehreren Tausend Fahrzeugen täglich an.

Die Fachleute denken nun darüber nach, wann die Sanierung erfolgt, ob es eine Totalsperrung der Spuren Richtung Frankfurt mit entsprechenden Umleitungen geben soll oder ob der Verkehr jeweils einspurig an der Baustelle vorbeigeführt werden muss.

Auf jeden Fall können sich Autofahrer darauf einrichten, dass es – voraussichtlich im nächsten Frühjahr – an der Stelle zu umfangreicheren Arbeiten kommen dürfte. Aus dem Verkehrsministerium heißt es, aufgrund des Gutachtens könne die Sanierung geplant, ausgeschrieben und schließlich umgesetzt werden. Bezahlen muss die Bauarbeiten der Bund.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare