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Die SPD fordert Alternativen zu den bisherigen Plänen um das 1972 eröffnete Hallenbad.
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Die SPD fordert Alternativen zu den bisherigen Plänen um das 1972 eröffnete Hallenbad.

Stadtentwicklung in Bad Vilbel

Alternativen für Bad gefordert

  • Andreas Groth
    VonAndreas Groth
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Nach dem Tod des Friedrichshafener Investors Josef Wund herrscht in Bad Vilbel Ungewissheit, was aus der geplanten Therme und einem neuen Hallenbad wird. Die SPD erhöht deshalb den Druck auf die Stadtspitze.

„Es scheint sehr wahrscheinlich, dass die Vakanz zwischen dem Abriss des alten Hallenbads und der Eröffnung des neuen mehr als eine Saison andauern wird.“ Dies befürchtet die SPD in Bad Vilbel. Ihr Fraktionsvorsitzender Christian Kühl fordert deshalb, die Politik müsse Alternativen zu den bisherigen Planungen prüfen. Die SPD werde eine solche Prüfung in der Stadtverordnetenversammlung am 8. Mai beantragen. Schulen und Vereine in Bad Vilbel nutzen das 1972 eröffnete Hallenbad für den Schwimmunterricht. Es soll bald einer Stadthalle weichen.

Durch den Unfalltod des Friedrichshafener Investors Josef Wund im Dezember herrscht große Ungewissheit, was aus der geplanten Therme und einem neuen Hallenbad wird, das an die Therme angeschlossen werden soll. Mitte März sollten die Bauarbeiten starten. Doch noch immer liegt der Erbschein nicht vor. „Nur die Erben können entscheiden, ob und wann mit dem Bau begonnen wird“, erklärt Peter Häusler von der Wund-Gruppe.

Nach Kenntnis der Stadt hängt die Verzögerung mit einer Reform des Notariatswesens in Baden-Württemberg zusammen, wo die Familie Wund lebt. Bis Januar 2018 Landesbedienstete, seien die Notare dort nun den Amtsgerichten zugeordnet, erklärt Stadtsprecher Yannick Schwander.„Diese Umstellung führte oder führt zu größeren Problemen.“                

„Es geht uns nicht darum, dass man von dem mit der Wund-Gruppe vereinbarten abrückt“, sagt SPD-Stadtrat Udo Landgrebe. Die Stadt, ihr Immobilien-Eigenbetrieb oder die Stadtwerke erörtern sollten aber klären, ob sie schon mit dem Bau des städtischen Hallenbads beginnen könnten. Zudem müsse die Stadt nun „Alternativen zur Überbrückung der hallenbadfreien Zeit“ prüfen. „Es gibt an mehreren Standorten zum Beispiel Freilufthallen, die man nutzen kann.“ Die SPD hatte diesen Vorschlag einer Überdachung des Freibads gemeinsam mit den Freien Wählern (FW) im Januar schon einmal gemacht, die schwarz-gelbe Koalition und Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) lehnten ihn jedoch wegen vermeintlich zu hoher Anschaffungs- und Betriebskosten ab – zumal das Wasser unbeheizt sei. Die SPD verlangt dazu nun vom Magistrat eine „genaue Kostenschätzung“.

Abriss sei „unverantwortlich“

Im Rathaus stoßen die Vorschläge auf wenig Gegenliebe. An der Ablehnung der Traglufthalle hat sich nichts geändert. Einen Neubau des Kommunalbads durch die Stadt, die Stadtwerke oder den Eigenbetrieb ziehe man nicht in Erwägung, äußert Schwander. Zweifel gibt es aber auch bei den anderen Oppositionsparteien. FW-Fraktionsvorsitzender Raimo Biere bezweifelt, dass „ein eigenständiger Beginn von Bauarbeiten anhand der jetzigen Pläne überhaupt rechtlich möglich ist“. Die Grünen werden noch deutlicher: Angesichts der unklaren Lage sei es „unverantwortlich“, das Hallenbad abzureißen, sagt Fraktionschef Jens Matthias. Stattdessen plädiert die Öko-Partei dafür, den Bau der Stadthalle und den Abriss des Hallenbades zu verschieben. 

Eine Ausweichmöglichkeit für die Vilbeler Vereine scheint sich dagegen im Hallenfreizeitbad in Karben abzuzeichnen. Es laufe auf eine Lösung hinaus, „die es den Vereinen ermöglichen sollte, ihre Angebote auch in der Vakanz fortzuführen“. Beim Schulschwimmen müsse dagegen das staatliche Schulamt Kontakt mit der Stadt aufnehmen, sagt Schwander. 

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