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Statt selbst einzuziehen, sucht Akzente nun Mieter.
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Statt selbst einzuziehen, sucht Akzente nun Mieter.

Frankfurter Straße

Akzente zieht nicht ein

  • Tina Full-Euler
    VonTina Full-Euler
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Der Neubau des Vilbeler Akzente-Vereins für Bildung und Soziales in der Frankfurter Straße 75 soll Mitte des Jahres bezugsfertig sein. Der Buchladen des Vereins wird jedoch überraschend nicht – wie noch Anfang des Jahres bekräftigt – ins Erdgeschoss einziehen.

Dies habe der Verein einstimmig beschlossen, wie der Vorsitzende Ernst Busemann mitteilte. Stattdessen soll der Laden mit einer Verkaufsfläche von insgesamt rund 180 Quadratmetern vermietet werden. Er führe bereits mit Interessenten Verhandlungen, sagte Busemann. Die zusätzlichen Mieteinnahmen sollen der „Aktion Augenlicht“ zufließen. Der Akzente-Verein arbeitet nach eigenen Angaben insbesondere der Christoffel-Blindenmission (CBM) zu.

Altes Domizil wird abgerissen

Derzeit betreibt der Verein seinen Buchladen in der Frankfurter Straße 56. Das Gebäude gehört der Stadt, und Akzente ist dort Mieter. Doch das Haus soll für den Bau der Neuen Mitte abgerissen werden. Deswegen hatte die Stadt dem Verein das 270 Quadratmeter große Grundstück Frankfurter Straße 75 angeboten. Seit Sommer 2010 baut Akzente dort dreigeschossig. In den oberen Geschossen entstehen Wohnungen. Das „Grundkapital“ für das Bauprojekt stammt laut Busemann aus dem „gewinnbringenden Verkauf“ einer Vereinsimmobilie und aus Zustiftungen der Akzente-Stiftung.

Busemann führt die Entscheidung zum Nicht-Einzug ins neue Gebäude auf mehrere Gründe zurück, die sich im Laufe der Zeit ergeben hätten. So sei etwa auf dem Nachbargrundstück Frankfurter Straße 77 nur eines der beiden Häuser in Privatbesitz abgerissen worden. Aus diesem Grund habe die Bauplanung verändert werden müssen. „Wenn wir wie geplant ausgeschachtet hätten, wäre das Nachbarhaus einsturzgefährdet gewesen“, so der 74-Jährige. So fehle nun im Keller ein Lagerraum, auch der Lastenaufzug sei weggefallen. Dadurch sei der Umzug „verbaut worden“. Außerdem habe Busemann im Rohbau „staunend zur Kenntnis genommen, wie groß die neue Ladenfläche ist“. „Wir müssten mit mindestens zwei Personen vor Ort sein. Das werden wir mit Ehrenamtlichen nicht schaffen“, sagte Busemann. Seiner Ansicht nach ist der Laden auch „nicht teilbar“. Als weiteren Grund nannte Busemann, dass „man mutmaßlich davon ausgeht, dass ganz in der Nähe ein Buchhandelsfilialist in die Neue Mitte kommen wird“.

Der Verein möchte den Buchladen jedoch an anderer Stelle weiterführen. „Ich habe die Aussicht, in Bad Vilbel etwas zu finden“, so Busemann.

Die SPD stimmte im Juli 2009 ebenso wie die Grünen gegen den Verkauf der Frankfurter Straße 75. „Wir sahen dadurch die Chance vertan, einen Gesamtplan für die Neue Mitte zu erstellen“, so der SPD-Fraktionschef Rainer Fich. Er bezweifelt jedoch, „dass der Verein damals den Vorzug erhalten hätte, wissend, dass ein reines Mietobjekt entsteht“.

Das dementiert der Leiter des Immobilien-Eigenbetriebs der Stadtwerke, Klaus Minkel, der für die Stadt bei den Grundstücksverhandlungen vermittelte. „Das Ziel war, dass der Verein aus der Frankfurter Straße 56 auszieht. Wo nun der Buchladen hinzieht, ist Sommer wie Winter“, sagt Klaus Minkel.

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