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Das Sprudelhof-Ensemble ist ein Wahrzeichen der Kurstadt, wenn auch an manchen Stellen ein sanierungsbedürftiges.
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Das Sprudelhof-Ensemble ist ein Wahrzeichen der Kurstadt, wenn auch an manchen Stellen ein sanierungsbedürftiges.

Bad Nauheim Sprudelhof

Ärger um Sprudelhof-Stiftung

  • Andreas Groth
    VonAndreas Groth
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Seit der Landtagswahl hat das Land Hessen keine neuen Vertreter für das Kuratorium der Stiftung Sprudelhof benannt. Das sorgt für Unmut. Bald sollen die Namen aber feststehen.

Ende dieser Woche soll es soweit sei. Dann will die Landesregierung die Namen der Personen bekanntgeben, die künftig dem Kuratorium der „Stiftung Sprudelhof“ für das Land Hessen angehören sollen. Das sagte der Sprecher des hessischen Finanzministeriums am Dienstag der FR. Seit 2009 ist das Jugendstilbauwerk Eigentum der Stiftung. Ihr Zweck ist es, den Sprudelhof in Abstimmung mit dem Denkmalschutz als bedeutendes Kulturdenkmal zu erhalten. Die Stiftung wird je zu einem Drittel vom Land, dem Kreis und der Stadt Bad Nauheim getragen.

Vor einiger Zeit hatte sich die Bad Nauheimer „Koordinierungsgruppe Sprudelhof“, ein Zusammenschluss von Vereinen wie dem Theater Alte Feuerwache, zu Wort gemeldet und kritisiert, dass die Gremien der Stiftung, Kuratorium und Beirat, seit einem Jahr nicht mehr getagt haben. Sie sind nicht mehr beschlussfähig, weil die Landesregierung seit der Landtagswahl im September 2013 keine neuen Vertreter entsandt hat.

Acht stehen dem Land zu; sie stammen aus der Regierung, den Fraktionen oder aus der Verwaltung. Hier habe die neue Landesregierung erst ausloten müssen, wie die acht Landesplätze vom Parteienproporz her zu besetzen seien, sagt Stiftungsvorstand Frank Thielmann.

"Beschlüsse werden verzögert"

Die „Koordinierungsgruppe Sprudelhof“, die selbst im Kuratorium und Beirat vertreten ist, befürchtete, durch die Nicht-Besetzung würden notwendige Beschlüsse für die Sanierung verzögert. Nach Angaben des Bad Vilbeler Landtagsabgeordneten Jörg-Uwe Hahn (FDP) war die FDP-Fraktion erst gegen Ende Juli aus dem Finanzministerium angesprochen worden, ob und, wenn ja, wer in den Stiftungsgremien mitarbeiten wolle. Hahn habe sich bereit erklärt.

Kritik kam auch aus der Opposition in der Stadtverordnetenversammlung. SPD-Fraktionschef und Kuratoriumsmitglied Johannes Krautwurst warf dem Finanzministerium vor, es wolle „den Stillstand bei der Sanierung des Sprudelhofes nicht nur kaschieren, sondern weiter verlängern“. Damit das Land 2020 die Schuldenbremse einhalten könne, tue es alles, „um den Millionenaufwand für die Sanierung des historischen Ensembles immer weiter hinaus zu zögern“. Nichts sei von dem 2013 durch das Finanzministerium leicht geänderten Sanierungskonzept angeschoben worden. Krautwurst hält es für möglich, „dass auch die nächsten Jahre ohne nennenswerten Fortschritt bleiben werden“.

Thielmann hält die Aufregung für übertrieben. Dass die Landesplätze so lange frei sind, beeinträchtige die Arbeit nicht „nachhaltig“. Die Stiftung sei genug mit der Ausarbeitung des Konzeptes und der Suche nach Nutzern für die Gebäude beschäftigt. Wichtig für den Sprudelhof ist laut Thielmann auch, wie es mit der „Therme am Park“ weitergeht. Denn Vieles, was im Sprudelhof realisiert werden könnte, wäre eine Konkurrenz zur Therme.

Das Kabinett wird bis zum Wochenende nun die Liste mit den neuen Kuratoriumsnamen beschließen. Damit könnte früher, als manche befürchteten, das Gremium wieder vollständig sein.

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