Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Adolfsturm mit Gerüst
+
Adolfsturm mit Gerüst

Friedberg

Adolfsturm wieder mit Hut

Die Bürger der Kreisstadt wollen wissen, woher der Wind weht. Sie haben weit über 30.000 Euro gespendet, damit der Adolfsturm eine neue Wetterfahne bekommt. Die alte hatte vor gut einem Jahr der Orkan Xynthia vom Turmdach gepustet.

Von Bruno Rieb

In einer dramatischen Rettungsaktion war damals die zentnerschwere Turmspitze geborgen worden. Die Bewohner der Häuser in der Umgebung des rund 660 Jahre alten Turms waren während der dreitägigen Aktion evakuiert worden. Die Spitze hing nur noch an einer Querverstrebung.

Kletterer einer auf Reparaturen an Fassaden, Türmen und Stadtmauern spezialisierten Firma waren dem altehrwürdigen Bergfried aufs Haupt geklettert und hatten die knapp vier Meter hohe Spitze von dem gut 54 Meter hohen Turm abgeseilt.

Ohne Wetterfahne sieht der Turm so entblößt aus wie Udo Lindenberg ohne Hut. Die für die Friedberger Burg zuständige Verwaltung der staatlichen Schlösser und Gärten wollte die Kreisstädter an den Anblick gewöhnen: Der Adolfsturm müsse auf eine neue Wetterfahne warten, weil es noch etliche andere Projekte gebe. Orkan Xynthia hatte auch an anderen historischen Gebäuden eine Spur der Verwüstung hinterlassen.

Wenn die Friedberger die Hälfte der Kosten einer neuen Wetterfahne aufbringen würden, dann käme sie früher, versprach der Leiter der Schlösserverwaltung Karl Weber. Eine Bürgerinitiative Adolfsturm formierte sich und sammelte bis Dezember das nötige Geld ein.

Nun ist es so weit: Der Adolfs-turm wird dieser Tage eingerüstet, damit die neue Turmspitze installiert werden kann. Bis Ende Mai soll sich die metallene Fahne im Wind drehen.

Die Gesamtkosten für die Sanierung der Turmspitze beziffert Weber auf 80000 Euro. Die neue Wetterfahne koste 14000 Euro. Für das aufwendige Einrüsten – statt erneut Kletterer zu engagieren – habe man sich entschieden, weil sich an der Spitze auch Steine gelockert hätten, die zunächst befestigt werden müssten.

Ohne das Engagement der Bürger würde die neue Fahne erst „deutlich später“ kommen, sagt Weber. Ungewöhnlich sei solches Bürgerengagement nicht. Für die Sanierung des historischen Karussells in Wilhelmsbad seien 800000 Euro gesammelt worden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare