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Abriss bei Ströbel bald vorbei

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Von: Martin Brust

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Noch bis Ende kommender Woche dauert der Abriss.
Noch bis Ende kommender Woche dauert der Abriss. © Hartung

Bad Vilbel Große Nachfrage nach den Wohnungen / Bauarbeiten starten im Oktober

Seit sechs Jahren war die ehemalige Konditorei Ströbel mitten an der Frankfurter Straße ein Schandfleck in Vilbel. Das ist nun vorbei, fast jedenfalls. Denn bereits seit vergangener Woche sind die Abrissbagger auf dem Gelände aktiv, am Dienstagvormittag stand nur noch das Gebäude entlang der Straße, und auch dessen Tage sind gezählt. Mitte bis Ende kommender Woche dürfte der Abriss endgültig beendet sein, so Rainer Lehr vom Investor VT-Bau aus Altenstadt. Denn der Abraum muss noch sortiert werden, auch gibt es auf dem Gelände noch Bodenplatten, die vor Baubeginn entfernt werden müssen.

Dem Bau steht nichts mehr im Wege, denn am Montag hat Landrat Joachim Arnold (SPD) die Baugenehmigung an VT überreicht. Lehr freut sich vor allem über die gute Nachfrage nach den Wohnungen –13 von 25 sind bereits rechtsgültig verkauft, eine weitere so gut wie. Im Internet bietet VT derzeit noch zehn Wohneinheiten und die rund 1000 Quadratmeter große Ladenfläche an.

139500 Euro soll sie kosten, die günstigste Wohnung, die VT im Internet anbietet. Gut 52 Quadratmeter und zwei Zimmer wird sie bieten, Aufzug und Tiefgarage. Auf 2600 bis 2850 Euro je Quadratmeter beziffert Lehr den Verkaufspreis. Die 13 bereits verkauften Wohnungen seien an zwölf verschiedene Käufer gegangen, darunter „viele Vilbeler“, so Lehr. Teils sofortige Eigennutzung, teils Vermietung und spätere Nutzung als Alterssitz seien die Absichten der meisten Käufer. Und auch was die restlichen Wohnungen angeht, macht sich Lehr wenig Sorgen. Schließlich werden die Bauarbeiten sich wohl bis in die erste Jahreshälfte 2013 ziehen, der 31. März 2013 sei als Übergabetermin vereinbart. Wenn die beiden kommenden Winter nicht zu streng werden, „kann sich das auch ein paar Wochen nach vorne verschieben“, so Lehr. Fast alle Wohnungen haben Tageslichtbäder, viele Balkone, manche gar Dachterrassen und die hervorragende Lage in Vilbel teilen sich natürlich alle – kein Wunder, dass Lehr sich keine Sorgen über den Vertrieb macht.

Was aus der Ladenfläche wird ist hingegen noch ungeklärt. VT hätte gerne Mieter oder Käufer aus Vilbel, „aber bislang ist noch kein Gewerbetreibender auf mich zugekommen“, sagt Lehr. Zur Not kann er sich auch vorstellen, die Fläche aufzuteilen, aber bis Mitte 2012 wird er auf alle Fälle versuchen, die gesamte Fläche am Stück zu vermarkten. „Aber erstmal konzentrieren wir uns auf die Wohnungen“, erklärt Lehr.

Auf dem fast 1900 Quadratmeter großen Areal entstehen vier Gebäude, eine Tiefgarage und 19 oberirdische, auch öffentliche Parkplätze. Die Fassade entlang der Frankfurter Straße ist gegliedert und erzeugt den Eindruck „mehrerer Wohnhäuser“, so Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) bei der Vorstellung des Projektes im Frühjahr. Er hält den Entwurf für städtebaulich gelungen und freut sich darüber, dass die Front bis zu sechs Meter hinter der Grundstücksgrenze liegt und der Bürgersteig deutlich breiter wird.

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