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Kommentar

Werte verteidigen

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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Die Rechten hätten sonst freie Bahn. Ein Kommentar.

Feuerwehrleute, Polizisten, Sanitäter, Politiker. Der Autoritätsverlust staatlicher Repräsentanten entwickelt sich zu einer Gefahr für die Gesellschaft. Wer mit Flaschen beworfen wird, kann keine Brände löschen. Wenn die Rettungsgasse auf der Autobahn blockiert ist, kann man keine Menschenleben retten.

Bei der Kommunalpolitik und -verwaltung offenbart sich das Risiko nicht auf den ersten Blick. Deshalb ist es gut, die Aufmerksamkeit auf jene zu lenken, die täglich im Kontakt mit den Bürgern stehen. Die Beschwerden entgegennehmen, Anregungen und ganz selten auch Lob. Ein harter Job im Dienst der Allgemeinheit. Die Corona-Pandemie mit ihren Einschränkungen und finanziellen Folgen für die öffentlichen Kassen macht ihn nicht einfacher. Er verdient Respekt. Sachliche Kritik darf sein. Beschimpfen und drohen sind inakzeptabel. Im Netz wie auf der Straße.

Die Verrohung der Sprache und im menschlichen Umgang ist ein seit Jahren schleichender Prozess. Wozu er führen kann, zeigt Hanau, zeigt der Mord an Regierungspräsident Lübcke. Noch ist er viel zu leise – der Widerstand gegen den Verlust der respektvollen Umgangsformen. Jeder hat die Aufgabe, diese kulturellen Werte zu verteidigen. Sonst besteht tatsächlich die Gefahr, dass die Anständigen sich aus Ehrenämtern und Parlamenten zurückziehen. Die Rechten hätten dann freie Bahn, um die Lücken zu füllen. Das kann keiner wollen.

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