Unterricht

Werkunterricht in Hessens Schulen

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Das hessische Handwerk will die Wiedereinführung des Fachs. Das sei nicht nur für den Beruf nützlich.

In der Schule werden nach Überzeugung von Bernd Ehinger zu wenige handwerkliche Fähigkeiten vermittelt. Der Präsident des Hessischen Handwerkstags (HHT) sieht darin eine der Ursachen für ein mangelndes Interesse an gewerblich-technischen Berufen. Das soll sich nun ändern.

Das Kultusministerium soll das Unterrichtsfach „Werken/Technik“ in allen Schulformen in der Mittel- und Oberstufe einführen, fordert Ehinger. Außerdem müsse das Land dafür sorgen, dass die Lehrkräfte entsprechend aus- und weitergebildet werden. Die Schulträger, also die Städte und Landkreise, forderte er auf, in Werkräume, Materialien und Werkzeuge zu investieren.

Hintergrund ist der Mangel an Nachwuchs. „Wir wollen und können noch mehr Menschen im Handwerk einstellen und vor allem auch ausbilden“, sagt Ehinger. Doch blieben viele Lehrstellen offen. In den Schulen müsse mehr für die duale Berufsausbildung geworben werden. Die rund 130 Ausbildungsberufe des Handwerks seien eine echte Alternative zum Studium.

„In unseren Schulen ist der handwerkliche Umgang mit Geräten, Werkstoffen, Werkzeugen und Maschinen kein Bestandteil mehr von Unterricht“, so der HHT-Präsident. Den Werkunterricht nicht mehr haben zu wollen, sei ein schulpolitischer Fehler gewesen. Den Schülerinnen und Schülern gingen damit Fähigkeiten verloren, die sie nicht nur im Berufsleben, sondern auch für ihr alltägliches Leben brauchen könnten.

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