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Ein Grünfink sitzt auf einem Baum.

Vögel in Hessen

Weniger Vogelarten in Wäldern

Karl-Heinz Schmidt, Leiter der Ökologischen Forschungsstation im osthessischen Schlüchtern, bezeichnet das Jahr 2018 war eine Katastrophe für die Vögel im Wald.

Experten haben in Osthessen einen deutlichen Rückgang von in Wäldern lebenden Vogelarten beobachtet. In diesem Jahr sei die Zahl der Brutvögel nur halb so hoch gewesen wie im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre, sagte der promovierte Biologe und Ornithologe Karl-Heinz Schmidt. Er leitet die Ökologische Forschungsstation im osthessischen Schlüchtern. Zusammen mit Fachleuten untersucht er seit Jahrzehnten die Vogelwelt in den umliegenden Wäldern und einem Forschungsgebiet von rund 400 Quadratkilometern.

Schmidt bilanzierte: „Das Jahr 2018 war eine Katastrophe für die Vögel im Wald. Die Beobachtungen in unserem Forschungsgebiet besitzen wegen der ähnlichen Bedingungen auch gewisse Aussagekraft für Hessen. Die von uns dokumentierten Bestandsrückgänge decken sich auch mit Beobachtungen anderer Fachleute im Bundesland und darüber hinaus.“ Verantwortlich für die Rückgänge der Waldvogelarten - dazu zählen auch Blau- und Kohlmeise - seien die Auswirkungen des Klimawandels. Dadurch würden Fressfeinde der Vögel begünstigt. (dpa)

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