+
Illustration Impfung

Gesundheit

Weniger Masernfälle in Hessen

  • schließen

In Hessen gab es 2018 weniger Masernerkrankungen. Dochdas ist  kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen.

In Hessen ist die Zahl der Masernerkrankungen rückläufig. 25 Fälle waren es laut Landesärztekammer im vergangenen Jahr. 2017 waren es noch 76. Für Kammerpräsident Edgar Pinkowski ein Beweis dafür, „wie wichtig gezielte Aufklärung ist, um die Akzeptanz von Impfungen in der Bevölkerung zu erhöhen“.

Die Vereinten Nationen (WHO) hatten vor einer massiven Ausbreitung der lebensgefährlichen Krankheit gewarnt. Speziell in der Ukraine, in Brasilien und auf den Philippinen sei die Lage alarmierend. Ein Grund dafür sei das schwindende Vertrauen in die Immunisierung. Pinkowski unterstützt die von der WHO angestrebte flächendeckende Impfquote von mindestens 95 Prozent für die erste wie die zweite Impfung. „Das ist die einzige Möglichkeit, Masern weitgehend zu eliminieren.“ Deutschland sei auf einem guten Weg. Bei der Masernimpfung betrage die Durchimpfungsquote bundesweit 93 Prozent für die zweite Impfung. Hessen liege mit 94 Prozent leicht darüber. „Ein erfreuliches Ergebnis“, sagt Pinkowski.

Doch kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen. Eltern und andere Erziehungsberechtigten müssten auch künftig über die Gefahren informiert werden. „Die Infektionskrankheit ist hochansteckend, verbreitet sich über die Luft und gefährdet vor allem ungeimpfte Kinder unter zwei Jahren.“ Laut WHO- Schätzungen waren im Jahr 2017 rund 6,7 Millionen Menschen an Masern erkrankt. 110 000 von ihnen starben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare