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Kunden haben die Wahl: Leihräder von Byke und Call-a-Bike am Frankfurter Hauptbahnhof.
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Kunden haben die Wahl: Leihräder von Byke und Call-a-Bike am Frankfurter Hauptbahnhof.

Verkehr in Frankfurt

Weniger Beschwerden über Leihfahrräder

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Nach der Insolvenz von O-Bike hat sich die Lage bei den Leihrädern in Frankfurt deutlich entspannt. Aktuell gibt es rund 5000 Leihräder in der Stadt.

In Frankfurt hat sich die Situation der Leihräder im Stadtbild im Vergleich zum Winter 2017/2018 deutlich entschärft. Zu dieser Einschätzung kommt Joachim Hochstein, der Leiter des Radfahrbüros im Straßenverkehrsamt. „Die Beschwerdelage ist sehr gering, momentan geht es vergleichsweise geordnet zu“, sagte er.

Mittlerweile gebe es rund 5000 Leihräder in Frankfurt. Auf dem Höhepunkt des Leihradangebots vor knapp einem Jahr waren es 6500 Fahrzeuge. Weil sich damals Beschwerden über falsch parkende Leihräder häuften, gab die Stadt ein Merkblatt für Unternehmen heraus.

Demnach sollten nicht mehr als zehn Leihräder an einem Ort stehen. Fahrradständer seien für Leihräder tabu; sie müssten verkehrssicher sein und dürften keine Rettungsgassen, Radwege oder Zugänge zum öffentlichen Nahverkehr zuparken. Auf den Gehwegen müssten sie so viel Platz frei lassen, wie ein Rollstuhl oder ein Kinderwagen brauche, um dran vorbeizukommen; in Wiesen und Parks dürften sie überhaupt nicht stehen. Bei Verstößen müssen die Anbieter ihr Leihrad innerhalb von 24 Stunden einsammeln, sonst hole die Stadt es ab.

Im großen Stil sammelt die Stadt nach der Insolvenz von O-Bike seit Mitte August Leihräder des Unternehmens ein. Wie andere herrenlose oder defekte Fahrräder werden sie mit einem gelben Streifen beklebt. Falls der Eigentümer nicht innerhalb von sieben Tagen reagiert, sammelt das Ordnungsamt das Rad ein und lagert es zwischen. Am Dienstag konnte das Ordnungsamt auf Anfrage nicht mitteilen, bei wie vielen Rädern dies bisher geschehen sei. Es gebe aber wesentlich mehr Räder in den Außenbezirken einzusammeln als in der Innenstadt , sagte Hochstein.

Oesterling  für stationsbasierte Angebote

Das Verkehrsdezernat hatte zuletzt angekündigt, die Kosten für das Einsammeln der Räder O-Bike in Rechnung stellen zu wollen, insofern sich nach der Insolvenz des Unternehmens noch ein Ansprechpartner finde. Andernfalls würden die Fahrräder versteigert oder an karitative Einrichtungen verschenkt. Den Materialwert der Fahrräder schätzt das Verkehrsdezernat niedriger ein als die Kosten für die Beseitigung.

Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) macht keinen Hehl daraus, dass er die stationsbasierten Angebote von Call-a-Bike und Nextbike gegenüber den Freefloating-Leihrädern von Byke und Limebike bevorzuge. Allerdings dürften Fahrräder in der Stadt praktisch überall parken, was die Eingriffsmöglichkeiten erschwere. Falls Passanten falsch geparkte Räder sähen, sollten sie die Nummer des Anbieters wählen, die auf dem Rad angebracht sei, oder die Räder melden, unter: www.ffm.de, „Mängelmelder“.

Joachim Hochstein hob hervor, dass das Unternehmen Byke in vorbildlicher Weise defekte oder falsch geparkte Leihräder einsammele. Auch würden bei weitem nicht nur Freefloating-Leihräder falsch abgestellt. „Wir müssen auch den anderen Anbietern auf die Füße treten.“

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