Kriminalität

Weitere Waffen gefunden

Die Verdächtigen sollen im großen Stil mit Drogen gehandelt oder beim Handel geholfen haben. Die Polizei durchsuchte 50 Immobilien.

Bei Ermittlungen gegen einen Drogenhändler-Ring mit Schwerpunkt in Mittelhessen hat die Polizei mehr Waffen gefunden als bisher bekannt. Im Zuge bundesweiter Durchsuchungen entdeckte sie unter anderem eine Maschinenpistole, eine Schrotflinte und eine Machete, wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Mittwoch in Friedberg mitteilten. Auch die Zahl der inhaftierten Verdächtigen erhöhte sich: „Zehn Personen sind inzwischen in Untersuchungshaft.“

Seit 2017 ermittelt die Polizei in der Sache. Insgesamt 43 Personen sollen einem bandenmäßig organisierten Netzwerk angehören. Die Verdächtigen sollen im großen Stil mit Drogen gehandelt oder beim Handel geholfen haben. Das Netzwerk hat laut Ermittlern in den vergangenen fünf Jahren Cannabis im Zentnerbereich sowie kiloweise Kokain aus Spanien und den Niederlanden eingeschmuggelt. Verkauft wurden die Substanzen Ermittlungen zufolge hauptsächlich im Rhein-Main-Gebiet.

Am Montag hatten die Polizei 50 Immobilien durchsucht. Sie rückte in 14 hessischen Orte an, darunter Butzbach, Gießen, und Wetzlar. Zudem gab es Durchsuchungen in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Es gab zahlreiche Festnahmen. Acht verdächtige Männer und Frauen im Alter zwischen 21 und 64 kamen sofort in Untersuchungshaft. Zwei weitere wurden später dem Haftrichter vorgeführt.

Bei den Durchsuchungen stellten die Beamten Drogen wie Marihuana, Ecstasy und Kokain sicher. Auch Beweismittel wie 100 000 Euro Bargeld, technisches Equipment für eine Marihuana-Plantage, ein Ferrari und fünf weitere Fahrzeuge seien entdeckt worden. Die Ermittler wollen nun die Beweise prüfen auswerten. (dpa)

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