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Ein Lader kippt im Großbunker der Schachtanlage Hattorf des Kali- und Salzproduzenten K+S Rohsalz in ein Rollloch, von wo aus es mit einer Förderanlage weitertransportiert wird.

Wirtschaft

K+S weiter im Aufwind

Seit Jahren bemüht sich der Kalikonzern K+S um eine Rückkehr zu alter Stärke. Doch immer wieder gibt es Rückschläge. Im laufenden Jahr soll vieles besser werden - was bisher zu gelingen scheint.

Der Aufwärtstrend beim Kasseler Salz- und Düngemittelhersteller K+S setzt sich dank höherer Verkaufszahlen und steigender Kalipreise fort. Umsatz und Gewinn des Kalikonzerns legten zu, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Halbjahresbilanz hervorgeht. "Wir freuen uns sehr, dass wir jetzt das dritte richtig gute Quartal hintereinander hingelegt haben", sagte K+S-Chef Burkhard Lohr.

Das vergangene Jahr war für den im MDax notierten Konzern überwiegend enttäuschend verlaufen. Die Trockenheit kostete K+S 110 Millionen Euro. Weil das Unternehmen weniger Salzabwässer aus der Produktion in die Werra einleiten konnte, standen Werke im osthessisch-thüringischen Kalirevier still. Doch die Entsorgung hat K+S momentan im Griff und die Geschäfte laufen gut.

Im zweiten Quartal steigerte K+S den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um acht Prozent auf 879 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (Ebitda) erhöhte sich überproportional um 24 Prozent auf 130 Millionen Euro. Unter dem Strich machte K+S 2,6 Millionen Euro Gewinn nach 9,4 Millionen Euro Verlust im Vorjahresquartal.

"Üblicherweise ist bei uns das zweite Quartal schwächer, weil wir kaum Auftausalzgeschäft haben und da boomt saisonbedingt auch nicht das Geschäft mit Düngemitteln", erklärte Lohr. In diesem Jahr erzielte K+S in seinem größten Segment, dem Düngergeschäft mit der Landwirtschaft, Zuwächse. Treiber waren steigende Kalipreise sowie mehr Produktion im Kalirevier an der Werra und im neuen Werk in Kanada.

Rückenwind lieferte auch der gestiegene US-Dollar-Kurs: Aus dem Auslandsgeschäft blieb nach Umrechnung in Euro mehr übrig. Dieser Effekt dürfte nach Einschätzung von K+S im laufenden Jahr die Produktionsausfälle im kanadischen Kaliwerk wegen einer Instandhaltungspause mehr als ausgleichen.

Konzernchef Lohr rechnet nun für das Gesamtjahr mit einem operativen Ergebnis von 730 Millionen bis 830 Millionen Euro. Bisher waren 700 Millionen bis 850 Millionen Euro angepeilt.

Dass sich die Entsorgungsprobleme durch Trockenheit im laufenden Jahr wiederholen und Fabriken stillstehen werden, gilt als unwahrscheinlich. Der Kalikonzern hat seine Zwischenspeicher für Salzabwasser an der Werra deutlich vergrößert. Für Donnerstagabend erwartete das Unternehmen eine wichtige politische Entscheidung: Die Weser-Anrainerländer wollten über die Notwendigkeit einer Pipeline zum Transport von Salzabwässern in die Oberweser entscheiden. (dpa)

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