+
Ein weihnachtlich geschmückter Baum in einer Fußgängerzone.

Weihnachten in Hessen

Weihnachtsbeleuchtungen in Hessen gefährdet

Fehlende Solidarität unter Einzelhändlern gefährdet die Lichterpracht in Hessens Innenstädten. Auf der Zeil in Frankfurt fällt die Weihnachtsbeleuchtung schon das zweite Jahr in Folge aus.

Fehlende Solidarität unter Einzelhändlern gefährdet die Lichterpracht in Hessens Innenstädten. Anschaffung und Betrieb von Weihnachtsbeleuchtungen kosten Zehntausende oder sogar Hunderttausende Euro. An den Kosten beteiligen sich einige, aber nicht alle Einzelhändler, wie eine Umfrage in den Innenstädten zeigt. Einige Lichtinstallationen sind deshalb schon verschwunden. In Kassel gibt es eine Weihnachtsbeleuchtung, die aber am Samstagabend, 8. Dezember, ab 19 Uhr für eine Stunde abgeschaltet wird. Damit wollen die City-Kaufleute auf das Engagement der zahlenden Einzelhändler hinweisen.

Auf der Frankfurter Zeil, Hessens größter Einkaufsstraße, fällt die Weihnachtsbeleuchtung aus - in der gesamten Adventszeit und schon das zweite Jahr in Folge. Die Finanzierung der neuen Dekorationsmotive sei in diesem Jahr nicht zustande gekommen, erklärte der Verein „Neue Zeil“. Keine Konflikte mehr gibt es in Gießen, seit die Hauseigentümer die Weihnachtsbeleuchtung in der Fußgängerzone zahlen.

Laut dem hessischen Handelsverband hat die Weihnachtsbeleuchtung großen Einfluss auf das Einkaufsverhalten der Kunden. Das Prinzip „Licht lockt Leute“ funktioniere, sagte Geschäftsführer Sven Rohde. Wenn sich alle Akteure einer Stadt zusammensetzten und die Innenstadt schöner machten, „kommt das einem Standort unheimlich zugute“. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare