Leitlinien

Wegen Coronavirus in Hessen: Klinken führen nur dringende Operationen durch

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Das öffentliche Miteinander bekommt wegen des Coronavirus neue Spielregeln. Wir stellen sie vor.

Die Bundesregierung und die Regierungschefs der Bundesländer haben gemeinsame Leitlinien zur Bekämpfung des Corona-Virus vereinbart. Sie treten am heutigen Mittwoch in Kraft. Die politische Koordinierung liegt in Händen eines Kabinettsausschusses unter Leitung von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU).

Was bleibt geöffnet?
Lebensmittelläden, Wochenmärkte, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte und der Großhandel. Das Sonntagsverkaufsverbot ist grundsätzlich ausgesetzt.

Was ist mit dem Pizzaboten?
Der kann kommen. Die Auslieferung von Waren und Essen ist weiterhin möglich.

Und die Handwerker?
Die können ihrer Tätigkeit weiter nachgehen. Damit ihnen das Material nicht ausgeht, bleiben die Baumärkte offen.

Auf was müssen die Bürger künftig verzichten?
Auf Kneipen, Museen, Schwimmbäder, Gottesdienste und andere Angebote, wo viele Menschen zusammenkommen, wie Messen. Geschlossen bleiben demnach auch Ausstellungen, Kinos, Freizeit- und Tierparks, Sportanlagen, Fitnessstudios. Spezialmärkte, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen, Bordelle und ähnliche Einrichtungen.

Wie sind die Regeln für Restaurants?
Dort müssen die Abstände zwischen Tischen „ausreichend groß“ sein. Die Öffnungszeiten werden auf 6 Uhr bis 18 Uhr begrenzt, Außer-Haus-Verkauf ist auch später möglich. Übernachtungen in Hotels aus touristischen Gründen sind untersagt.

Und der Volkshochschulkurs?
Der fällt aus. Öffentliche und private Bildungseinrichtungen stellen ihren Betrieb ein. Busreisen fallen flach sowie Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen oder Synagogen.

Wie sind die Besuchsregelungen in Kliniken und Heimen?
Besuche sind beschränkt auf einmal am Tag, für eine Stunde. Kinder unter 16 Jahren und Besucher mit Atemwegsinfektionen oder nach Aufenthalt in einem der Risikogebiete müssen draußen bleiben. Unabhängig davon kann eine Einrichtung aber auch von sich aus strengere Besuchsregeln aufstellen.

Was müssen Kliniken in Hessen beachten?
Planbare und nicht dringliche Eingriffe wie Operationen sind abgesagt. Der Grund dafür ist die kritische Versorgungssituation mit persönlicher Schutzausrüstung, wie beispielsweise Atemschutzmasken und medizinische Verbrauchsgüter.

Zusammengestellt von Jutta Rippegather.

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