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Otto Goldermann hat das Frankfurter Wassernetz im Griff.

PORTRÄT

Der Wassermann

Ohne ihn bliebe die Wäsche in der Maschine trocken, das Geschirr ungespült und die Badewanne leer. Otto Goldermann ist Herr über 1.500 Kilometer Wasserleitungen. Das gesamte Frankfurter Stadtnetz hat er in seiner Leitzentrale in Niederrad im Blick.

Von PETER HANACK (FRANKFURT)

Ohne ihn bliebe die Wäsche in der Maschine trocken, das Geschirr ungespült und die Badewanne leer. Otto Goldermann ist Herr über 1.500 Kilometer Wasserleitungen. Das gesamte Frankfurter Stadtnetz hat er in seiner Leitzentrale in Niederrad im Blick.

Lässt irgendwo der Druck nach, regelt Goldermann das. Droht andernorts die Leitung zu platzen, nimmt Goldermann den Überdruck raus. Unzählige Tasten und Drehregler hat er zur Hand, mit denen er Pumpen steuert und Ventile irgendwo tief unter dem Asphalt der Großstadt öffnet oder schließt. Bis der Hupton endet und das Warnlicht auf dem riesigen Monitor nicht mehr blinkt.

Täglich strömen 200.000 Kubikmeter Wasser durch die Rohre, deren dickste in ihrem Inneren 1,20 Meter im Querschnitt messen. In ihnen fließt Wasser aus dem Stadtwald oder dem Vogelsberg in die City, wo es sich in immer kleinere Rohre und Leitungen verteilt, bis es schließlich durch die Wasserhähne rinnt.

In drei Schichten, 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr hüten Goldermann und seine elf Kollegen den Wasserlauf. Im September fährt Otto Goldermann mit seiner Frau Ursula in Urlaub. Boot fahren auf der Mecklenburgischen Seenplatte. Er bleibt in seinem Element.

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