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Ob Wald, Wiese oder Park: Hauptsache raus in die Natur an Ostern.
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Ob Wald, Wiese oder Park: Hauptsache raus in die Natur an Ostern.

Ideen für die Feiertage

Wandern mit Picknick im Grünen

  • Meike Kolodziejczyk
    vonMeike Kolodziejczyk
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  • Andreas Hartmann
    Andreas Hartmann
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Winzerdörfer, Wald und Wichtel: Wer an Ostern keine längeren Strecken zu Fuß scheut, kann im Rheingau und Taunus allerhand entdecken. Andreas Hartmann und Meike Kolodziejczyk geben Tipps, wo es langgeht.

Ostern auf Abstand – das heißt zum zweiten Mal in Folge feiern im kleinsten Kreis, am besten an der frischen Luft. Die Restaurants sind geschlossen, also bietet sich ein Picknick im Grünen an. Und es muss ja nicht immer der Feldberg oder Kloster Eberbach sein – da ist es vermutlich auch über die Feiertage sehr voll. Wie gut, dass es Wald und Wiesen auch anderswo gibt und sich ein Ausflug mit Picknick in der Natur vortrefflich mit einer Ostereiersuche verbinden lässt. Das weiß auch die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), die daher einige österliche Tipps speziell für Familien parat hat – und ebenso wichtige Verhaltensregeln für den Waldbesuch an den Feiertagen.

Dass kein Müll in Forst und Flur hinterlassen wird, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Damit das auch nicht versehentlich passiert, mahnt die SDW, sich alle Verstecke gut zu merken, damit keine Verpackungen und Süßigkeiten im Gehölz vergessen werden, wenn auf der Suche etwas nicht entdeckt wird. Schokohasen vertragen sich nicht mit Wildtieren, sie können für sie giftig und sogar tödlich sein. Außerdem sollten die Überraschungen in der Nähe von Wegen versteckt werden und nicht im Dickicht, wo Tiere gestört werden, die dort derzeit brüten und ihre Jungen zur Welt bringen. Wer noch Anregungen und Spielideen für den Osterspaziergang braucht, findet welche auf der SDW-Homepage (www.sdw.de).

Eine schöne Tour (Wanderprofis werden angesichts der Länge von nur achteinhalb Kilometern verächtlich schnauben, und man kann sogar noch mehrfach abkürzen!) führt bestens beschildert rund um den Eltviller Ortsteil Rauenthal und durch eine der berühmtesten Weinlagen des Rheingaus. Sonntagsschuhe sollte man aber besser nicht tragen, der Weg ist teilweise ziemlich dreckig.

Das historische Winzerdorf liegt hoch über dem Rhein auf einer großen Terrasse, und der Wanderweg „Rauenthaler Spange“ , den das Deutsche Wanderinstitut in Marburg als einen der schönsten in Hessen ausgezeichnet hat, führt mehr oder weniger einmal um die Gemarkung. Parkt man in der Ortsmitte, muss man lediglich ein Stück Richtung Norden auf der wenig befahrenen Hauptstraße entlanglaufen, bis man links auf ein rotes Wanderzeichen mit geschwungener weißer Linie trifft. Alternativ gibt es am Ortsende neben dem Sportplatz einen Wanderparkplatz. Von Eltville fährt alle zwei Stunden ein Bus bis zur Rauenthaler Kirche.

Der Wanderweg führt mit nicht allzu großen Auf- und Abstiegen durch Wald und ein Bachtal, und ganz im Süden wartet an der Bubenhäuser Höhe ein schöner Ausblick zum Rhein und nach Rheinhessen, ein idealer Ort für eine Vesper.

Der Rheinsteig , den die „Rauenthaler Spange“ ein kurzes Stück begleitet, gehört sicher zu den schönsten deutschen Wanderstrecken – aber eben auch zu den beliebtesten und damit auch vollsten. In diesen Tagen fehlen zwar die Wandergruppen und die, die mehrere Etappen auf dem von Wiesbaden bis Bonn geführten Weg laufen, aber der Rheinsteig dürfte grade am schönen Osterwochenende trotzdem voll werden. Weit weniger begangen, aber fast genauso schön ist am gegenüberliegenden Ufer der Rheinburgenweg.

Er ist hervorragend beschildert (Logo Burgzinnen und Wegschleife), bestens mit der Bahn erschlossen und führt vom Binger Mäuseturm bis zum Deutschen Eck in Koblenz und von dort aus noch weiter bis Remagen. Ein besonders schöner Abschnitt führt von der historischen Altstadt von Bacharach durch Weinberge bis nach Oberwesel. Picknicken kann man unterwegs mit spektakulären Ausblicken. Die 13 Kilometer flussabwärts haben es in sich, es gibt einige kräftige An- und Abstiege.

Wer mit dem Auto unterwegs ist und deshalb keine Strecken-, sondern eine Rundtour plant, dem sei eine ebenfalls in Bacharach beginnende Tour empfohlen, die Stahlbergschleife. Auch sie ist vom Deutschen Wanderinstitut als besonders schön und abwechslungsreich ausgezeichnet worden. Der Einstieg ist an der Ruine der gotischen Wernerkapelle, die Tour ist ebenfalls sehr gut beschildert und 13 Kilometer lang.

Und noch mal der Rhein, ebenfalls ein bisschen stiller als auf dem Rheinsteig: Auch zwischen Mainz und Worms begleitet ein paralleler Wanderweg den Fluss. Er führt durch Weinberge und Winzerstädte wie Oppenheim und Nierstein, immer wieder mit prachtvollen Ausblicken und vielen Rastmöglichkeiten. Der „Rhein-Terrassenweg“ ist ebenfalls sehr gut ausgeschildert und kann dank der parallelen Eisenbahn sehr gut in Etappen begangen werden.

Besonders empfehlenswert ist der Abschnitt vom Bahnhof in Bodenheim nach Oppenheim, das sind 18,6 Kilometer. Wem das zu weit ist: In Nierstein und Nackenheim kann man den Zug zurück nehmen. Dann verpasst man aber die Oppenheimer Altstadt und die lichtdurchflutete gotische Katharinenkirche.

Mag sein, dass hinter den sieben Bergen im Taunus auch sieben Zwerge hausen. Auf jeden Fall gibt es dort Wichtel. Rund um Schmitten warten sie im Wald auf Besuch. Die freundlichen Schnitz-Figuren des Holzkünstlers Pentti Lepistö säumen den Taunus-Wichtel-Weg, der auf knapp elf Kilometern das beschauliche Örtchen durchquert und umrundet und die Ortsteile Arnoldshain und Dorfweil streift. Wer der mit einem grün bemützten Wichtel ausgeschilderten Strecke folgt, kommt vorbei an mehreren Aussichtspunkten mit Panoramablick, an der Weil, einem Weiher sowie Spiel- und Picknickstellen und vier Infotafeln zur Route. Und ein Märchen gibt es obendrein, erzählt von Walburga Kliem und abrufbar via QR-Code an verschiedenen Stationen. Der Beginn der Geschichte sowie weitere Informationen lassen sich auch auf einem Flyer nachlesen.

Der erste Wichtel wartet oben an der Treppe links neben der Felsenkirche in Schmitten, direkt gegenüber liegt eine Bushaltestelle. Von der Kirche aus geht es bergauf in den Wald zum Wiegerfelsen, danach in Richtung Freibad mit anschließendem Abstecher zur Schutzhütte Leyhäuschen. Vom Bärenfichtenweiher führt der Weg wieder in Richtung Schmitten und um den Ort herum ins Weiltal und dieses entlang nach Dorfweil. Von dort aus gen Süden gelangt man auf die andere Seite des Schellenbergs, dem höchsten Punkt der Strecke, bevor es wieder zurückgeht.

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