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Die Wälder haben die Strapazen gut weggesteckt.

Dürre in Hessen

Wald in Hessen hielt Hitze aus

Die Dürre des vergangenen Sommers hat den Wäldern in Hessen weniger geschadet als gedacht.

Die hessischen Wälder trotzen den extremen Belastungen des Ausnahmesommers bislang besser als befürchtet. Obwohl Hitze und Dürre den Bäumen zusetzten, blieb der Gesundheitszustand der Wälder insgesamt stabil. „Das war nicht zwingend zu erwarten, und ist damit ein erfreuliches Ergebnis“, sagte Umweltstaatssekretärin Beatrix Tappeser (Grüne) gestern bei der Vorstellung des Waldzustandsberichts im Forsthaus Bad Schwalbach im Taunus.

Allerdings habe der Extremsommer zu mindestens 130 Waldbränden geführt. Wegen der Trockenheit seien außerdem junge Bäume abgestorben, ältere Bäume wurden geschädigt. Außerdem habe sich der Fichtenborkenkäfer landesweit rasant vermehrt. Die Forstbetriebe seien noch lange damit beschäftigt, befallene Bäume zu fällen und schnell aus dem Wald zu holen, teilte das Ministerium mit.

Der Start in das Jahr 2018 war für Hessens Wälder dagegen gut: Die Böden seien aufgrund der Winterniederschläge noch mit ausreichenden Wasservorräten versorgt gewesen. Jedoch richtete am 18. Januar Sturm „Friederike“ schwere Schäden an, vor allem in Nordhessen. Die Sturmholzmenge beträgt aktuell laut Umweltministerium rund drei Millionen Festmeter. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Holzeinschlag eines Jahres liegt für ganz Hessen bei etwa fünf Millionen Festmetern.

Auch Bäume, die den Sturm überlebt haben, sind oft instabil geworden. Laut Umweltministerium zeigten sich vor allem ältere Buchen, Eichen, Fichten und Kiefern recht stabil. Andere Laubbaumarten wie Ahorn, Esche und Hainbuche reagierten empfindlicher auf die Trockenheit. Noch sei aber offen, ob die teils extreme Witterung 2018 zu langfristigen Schäden führt.  (dpa)

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