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Blick auf das VW-Werk Kassel in Baunatal.

VW-Werk Kassel

VW-Werk Kassel übernimmt Leiharbeiter

Das VW-Werk Kassel übernimmt 120 Leiharbeiter unbefristet und beschäftigt 100 VW-Mitarbeitern des Volkswagen-Standortes Emden, der nicht ausgelastet ist und daher zu viel Personal hat.

Trotz des laufenden Arbeitsplatzabbaus im Volkswagenkonzern stellt das VW-Werk Kassel weiter ein. Geplant seien die unbefristete Übernahme von 120 Leiharbeitern und die dauerhafte Beschäftigung von 100 VW-Mitarbeitern des Volkswagen-Standortes Emden, erklärte der Betriebsratsvorsitzende Carsten Bätzold am Dienstag in Baunatal bei Kassel. Im niedersächsischen Emden hatten Rückgänge in der Fertigung des VW-„Passat“ für einen Personalüberhang gesorgt. Das Werk in Kassel ist dagegen ausgelastet. Durch die große Nachfrage nach Direktschalt- und Hybridgetrieben werden Mitarbeiter gebraucht.

Davon profitieren auch die Leiharbeiter. Neben den Übernahmen bekommen laut Betriebsrat mehrere Hundert verlängerte Verträge. Insgesamt liege die Zahl der Leiharbeiter am Standort bei unter 600 - Tendenz weiter sinkend. Weil Mitarbeiter in den Ruhestand gehen, steigt die Gesamtzahl der VW-Beschäftigten insgesamt in Baunatal aber nicht. „Am Jahresende liegen wir bei 17 100“, sagte Bätzold. Wie sich die Beschäftigung langfristig entwickeln werde, sei angesichts des Wechsels zur Elektromobilität nicht vorauszusagen.

Insgesamt will Volkswagen in den nächsten fünf Jahren 1,4 Milliarden Euro in den nordhessischen Standort investieren. Das Geld sei für neue Produkte, Digitalisierung und Umweltschutz, sagte Werksleiter Olaf Korzinovski: Ein Großteil des Geldes werde für Elektromobilität ausgegeben.

Der Standort Kassel ist Teil der neuen Sparte „Konzern Komponente“, in der VW ab Januar weltweit 56 Fabriken mit rund 80 000 Beschäftigten zusammenfasst. Für die Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiter im Werk werde das keine Auswirkungen haben, sagte Bätzold. (dpa)

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