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Von Stars und Flops am Gastrohimmel Frankfurt und Rhein-Main

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Von: Oliver Teutsch

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Chefkoch Masaru Oae von Masa Japanese Cuisine heimste drei Auszeichnungen ein. Christoph Boeckheler
Chefkoch Masaru Oae von Masa Japanese Cuisine heimste drei Auszeichnungen ein. Christoph Boeckheler © christoph boeckheler*

Der neue Restaurant-Führer „Frankfurt geht aus“ ist so umfangreich wie nie und hofiert nicht zuletzt die japanische Küche. Mega-Flop diesmal in Wiesbaden.

So prall war die Ausgeh-Fibel für Frankfurt und Rhein-Main noch nie. 268 Seiten dick kommt „Frankfurt geht aus 2023“ daher und ist schon eher ein Katalog als ein Heft. Die Testriege des „Journal Frankfurt“ war sehr fleißig und das obwohl die Arbeit angesichts der Pandemie „mit einigen Hürden verbunden war“, wie Herausgeber Jan-Peter Eichhorn bei der Vorstellung des Hefts am Donnerstag verriet. Trotzdem stellte das Team laut Eichhorn „einen neuen Rekord“ auf. Mehr als 500 Restaurants in 81 verschiedenen Rankings werden präsentiert.

Schon wieder ein neues Heft?, wird sich die eine oder der andere fragen. In der Tat ist es erst neun Monate her, dass die Ausgabe 2022 erschien. Das läge aber daran, dass die vergangenen beiden Hefte jeweils verspätet erschienen. Der Herbst als Erscheinungstermin sei aber nur „eine Notlösung“, schließlich gebe es so viele schöne Lokalitäten, die Speis und Trank im Freien kredenzten, dass so ein Heft noch vor den Sommerferien auf den Markt gehöre, so Eichhorn.

Das Heft

Die Ausgabe 2023 gibt es ab sofort an Kiosken, Buchhandlungen und Zeitschriftenläden. Bereits zum dritten Mal vereint der Restaurant-Führer die Tipps für Frankfurt und das Umland in einer Ausgabe.

Der Preis ist mit 6,80 Euro im Vergleich zu den Vorjahren stabil.

Die App zum Gastroführer wird automatisch miterworben und kann über einen Code in der Heftmitte freigeschaltet und heruntergeladen werden.

Die digitale Version bietet einige Zusatzfunktionen und sei von der Leserschaft im vergangenen Jahr sehr gut angenommen worden. ote

Zu den Shooting Stars der neuen Ausgabe gehört Masaru Oae mit seiner „Masa Japanese Cuisine“ im Frankfurter Ostend. Platz 1 in den Kategorien „Asian Fine Dining“, „Japan“ und in den Top Ten von „Frankfurt exklusiv“. Der Japaner wurde auch mit einem Michelin-Stern bedacht, als eines von nur drei japanischen Restaurants in Deutschland. „Die anderen beiden Restaurants sind in Düsseldorf, da hat er vorher gekocht“, schwärmte Eichhorn bevor er Oae drei gerahmte Urkunden überreichte, die der zierliche Japaner kaum tragen konnte.

Die japanische Küche steht im Rhein-Main-Gebiet und insbesondere in Frankfurt ohnehin hoch im Kurs. Gefühlt gibt es mittlerweile in jedem Supermarkt und an jeder zweiten Ecke Sushi. Da ist es doch schön, seit Jahren eine verlässliche Nummer 1 im Sushi-Ranking von „Frankfurt geht aus“ zu haben: Das „Okame“ in Hausen. Wobei das winzige, versteckt in einem kleinen Gewerbegebiet liegende Restaurant weit mehr zu bieten hat als nur Sushi. Erstmals auf Platz 1 ist das „Pasta Davini“ in der Heiligkreuzgasse in der beliebten Kategorie „Italien alla Mamma“

Auch die berüchtigte „Flop“-Liste fehlt nicht. Die schlimmste geschmackliche Entgleisung bietet demnach das „Sombrero Latino“ in Wiesbaden. Erstmals wird für diese Kategorie ein tatsächliches Foto einer kredenzten Speise präsentiert, das das Ausmaß der Katastrophe erahnen lässt. Doch auch in Frankfurt wird schlecht gekocht und gemixt. Die noble Skybar des Hotels Melia in Bockenheim wird zum Beispiel als „Der Panscher“ betitelt.

Wie schon im vergangenen Heft ist auch diesmal die digitale Version im Preis von 6,80 Euro enthalten. Den stabilen Preis wollte Eichhorn für die kommende Ausgabe allerdings nicht mehr versprechen. Zu teuer seien mittlerweile die Testessen, wie er anhand der Spesenbelege gesehen habe.

Aufwendig kredenztes Essen ist ein Markenzeichen gehobener japanischer Küche. Foto:
Aufwendig kredenztes Essen ist ein Markenzeichen gehobener japanischer Küche. Foto: © christoph boeckheler*

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