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MARKTFÜHRER

Voller Aroma, voller Heilkraft

Mit Waldemar Thomas bei Franz Schmaus und seinen Bio-Pilzen in Limeshain

Hinter dem nüchtern klingenden Firmennamen verbergen sich wahre Delikatessen. Nämlich Pilze, die sowohl biologisch angebaut werden als auch deutlich besser schmecken als anderweitig aufgezogene Schwämme.

Biologischer Anbau bedeutet, dass weder Pflanzenschutzmittel noch Insektizide verwendet werden, dass weiterhin nur Stroh aus biologischer Landwirtschaft als Unterlage dient, dass nicht mit Eiweißzusatzstoffen gearbeitet wird, dass an Dünger nur kompostierter Pferde- und Hühnermist zur Anwendung kommt, ja dass sogar die Luft, welche über die Pilzkulturen strömt, gewaschen und gefiltert wird.

All dies führt zu Zuchtpilzen von höherer Qualität, als man es gewöhnt ist. Und die lässt sich anhand des Wassergehaltes der Schwämme sogar messen. Der liegt bei Schmaus um gewöhnlich sechs Prozent niedriger als bei der Konkurrenz, die Pilze haben also mehr Aroma - und sind dennoch kaum teurer als woanders: Im Hofladen kosten 400 Gramm braune Champignons 1,80 Euro, für 200 Gramm Shii-take zahlt man drei Euro. Außer diesen beiden Pilzsorten sind weiße Champignons ständig zu haben sowie die aus Ostasien stammende, sehr aromatische Sorte Herecium. In China heißt er wegen seines charakteristischen Aussehens Affenkopfpilz, hier zu Lande kennen ihn die Experten als Igel-Stachelbart.

Was Frischpilze anbelangt, kann Franz Schmaus sodann noch mit Kräutersaitlingen aufwarten und mit Schopftintlingen, beides hervorragende Speisepilze, die jedoch nur sporadisch das Angebot bereichern.

Während der nunmehr 40 Jahre, die sich der aus der Nähe von Ingolstadt stammende Agrarwissenschaftler mit dem Anbau von Pilzen befasst, haben sich die Geschäftsfelder beträchtlich verschoben. War er schon 1974 als Kongressteilnehmer in Tokio und Taipeh mit der in Ostasien hoch entwickelten Wissenschaft von den Heilpilzen in Berührung gekommen, so wurde ihm vor gut fünf Jahren sein Weg noch deutlicher gewiesen, denn Franz Schmaus erkrankte an Leukämie, an Blutkrebs. Mit selbst verordneten Pilzkuren gelang es ihm, sich selbst zu heilen.

Das hatte auch geschäftliche Auswirkungen, ließ er doch seine Produktion von 30 Tonnen Champignons pro Woche auf 1,5 Tonnen schrumpfen und widmete sich in weit stärkerem Maße dem Anbau von Heilpilzen.

Franz Schmaus hat inzwischen 17 Standardmischungen gegen die unterschiedlichsten Erkrankungen selbst entwickelt, arbeitet mit Naturheilkundlern in ganz Europa zusammen, beliefert rund 30 000 Kunden (die Hälfte davon sind Krebskranke), hat jüngst das "Institut für Ernährungs- und Pilzheilkunde" ins Leben gerufen - und bei all diesen Aktivitäten ergeht es ihm sehr wohl: "Es ist angenehm, wenn man Leuten helfen kann."

Von den geschmacklichen Vorzügen seiner Pilze ist Schmaus überdies sehr angetan und liefert sie auch nach Frankfurt, in die Kantinen verschiedener Banken wie in die Uni-Klinik. Dass unter seinen Abnehmern dennoch so wenige Krankenhäuser sind, bedauert der Pilzfreund sehr. Die nächsten Tage der offenen Tür sind am 27. und 28. September.

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