Die Facebook-Seite „Weihnachtsmarkt Rhein-Main online“ soll in erster Linie Budenbetreiber unterstützen, die wegen abgesagten Weihnachtsmärkten keine Einnahmen haben.
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Die Facebook-Seite „Weihnachtsmarkt Rhein-Main online“ soll in erster Linie Budenbetreiber unterstützen, die wegen abgesagten Weihnachtsmärkten keine Einnahmen haben.

Kreis Offenbach

Virtueller Weihnachtsmarkt

  • Annette Schlegl
    vonAnnette Schlegl
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Eine Neu-Isenburgerin hat die Facebook-Gruppe „Weihnachtsmarkt Rhein-Main online“ eröffnet – und hilft so Budenbetreibern, die wegen Corona dieses Jahr keine Einnahmen haben.

Kein einziger Weihnachtsmarkt im Kreis Offenbach: Für viele Standbetreiber ist das eine finanzielle Katastrophe. Die Neu-Isenburgerin Corinna Stolz hat deshalb die Facebook-Gruppe „Weihnachtsmarkt Rhein-Main online“ gegründet. So soll wenigstens ein bisschen Geld in die leeren Kassen der Verkäufer fließen.

Budenbetreiber können ihre weihnachtlichen Produkte fotografieren und die Bilder in der Facebook-Gruppe online stellen. Wer sich einen Teil des Weihnachtsmarktes nach Hause holen will, schreibt dem Anbieter eine persönliche Nachricht oder geht auf dessen Internetseite. Voraussetzung ist jedoch, dass man der privaten Facebookgruppe beitritt. „Weihnachtsmarkt Rhein-Main online“ ist zwar für jeden sichtbar, aber nur Mitglieder können sehen, wer in der Gruppe ist und was dort gepostet wird. Corinna Stolz hatte diese Privatsphäre-Einstellung anfänglich gewählt, weil die Gruppe erst nur für Neu-Isenburger gedacht war. Dann kamen Anbieter aus umliegenden Städten dazu – aber Facebook erlaubt die Umwandlung in eine öffentliche Gruppe nicht mehr, auf der jeder sehen kann, was gepostet wird. Trotzdem hat der virtuelle Weihnachtsmarkt aktuell schon 340 Mitglieder – „obwohl ich noch gar nicht richtig Werbung dafür gemacht habe“, so Stolz.

Viele Verkäufer haben mittlerweile schon in die Gruppe gefunden – etwa mit Holzarbeiten, Glaskunst, Münzschmuck oder Weihnachtskugeln – sowie mehrere Hobbykünstler, die ihre weihnachtlichen Basteleien anbieten. Stolz hat die Gruppe nämlich nicht auf professionelle Marktbeschicker begrenzt. „Jeder hat Weihnachtssachen daheim, die er nicht wegwerfen will“, sagt sie. Privatleute können in der Gruppe deshalb auch tauschen, verschenken und verkaufen – zum Beispiel selbst gestrickte Socken oder selbst gebastelte Adventskalender. Außerdem kann jeder seinen privaten Hofweihnachtsmarkt mit Glühwein und Bratwürsten in der Gruppe teilen.

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