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In ihrem Dokumentarfilm „liebe viele“ hat die Filmemacherin Vera Drude auch Spielszenen eingebaut, die die Mitwirkenden vorstellen sollen.
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In ihrem Dokumentarfilm „liebe viele“ hat die Filmemacherin Vera Drude auch Spielszenen eingebaut, die die Mitwirkenden vorstellen sollen.

Niddatal

Viele Lieben in der Wetterau

  • Andreas Hartmann
    VonAndreas Hartmann
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Ein Jahr lang hat die Filmemacherin Vera Drude ein ungewöhnliches Lebensprojekt auf dem Ewaldshof in Niddatal begleitet

So soll wohl die ideale Liebe sein: Wie ein Blitzschlag trifft sie, dann Traumhochzeit, schließlich ewiges Glück ... Die Realität sieht da manchmal ganz anders aus. Muss Liebe immer exklusiv sein? Kann es mehr als nur den Einen oder die Eine geben? Die Regisseurin Vera Drude hat das Thema Polyamorie lange schon fasziniert, und sie hat darüber einen sehr aufwendigen Dokumentarfilm gedreht.

Dokumentation über Polyamorie

„liebe viele“ feiert am Mittwoch, 5. Mai, 22.45 Uhr, seine Fernsehpremiere im Bayerischen Rundfunk. aph

Nach langen Vorrecherchen begleitete die 40-Jährige mehr als ein Jahr lang für ihre Abschlussarbeit an der Filmhochschule München eine Gruppe von Menschen, die einander sehr gerne haben. Entstanden ist „liebe viele“ größtenteils in dem Niddataler Ortsteil Assenheim, im Wohn- und Lebensprojekt Ewaldshof, gedreht noch vor Corona, durch die Pandemie aber um viel Aufmerksamkeit in den Kinos und auf Festivals gebracht.

Die Dokumentation, die an diesem Mittwoch erstmals im Bayerischen Fernsehen zu sehen ist, sticht heraus: Zum einen gönnt Drude, die selbst in einer kleinen Gemeinde in Nordhessen aufwuchs und heute in Berlin lebt, ihren Protagonist:innen viel Zeit, lässt sie ausführlich zu Wort kommen, respektiert auch, dass ein Mann sein Gesicht nicht zeigen will, inszeniert auch einige Szenen auf dem schönen ländlichen Hofgut, um die Beziehungen zwischen den Einzelnen deutlich zu machen. Manchen Zuschauer:innen mag das zu gemächlich sein, das Unaufgeregte entfaltet aber einen eigenen Reiz.

Zum anderen verweigert die Regisseurin jeden Voyeurismus, den das Thema ja erwarten ließe. Schließlich füllt das Privatfernsehen mit diesbezüglichen Pseudodokumentationen sein Spätprogramm. „Diese Geschichten, die sozusagen über den Gartenzaun gefilmt sind, fand ich immer schade“, sagt sie. Die Menschen die sie vorstellt, sind keine Fotomodelle und keine peinlichen Exhibitionist:innen, es sind Leute, wie man sie aus dem Alltag kennt, und sie erzählen ihre Lebensgeschichten unaufgeregt und ehrlich, mit Freuden und auch Tiefpunkten. So einfach wie in einer RTL-Doku-Soap ist das Leben ja nicht.

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