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Viele frisch Getraute verzichten auf große Feiern

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13.02.2022, Hessen, Frankfurt/Main: Rote Rosen stehen im Blumengeschäft „Alice im Blumenland“, das zum Frankfurter Blumenhandel „Blumen Meister“ gehört. Am 14. Februar ist Valentinstag und damit einer der wichtigsten Tage für den Blumenhandel. (zu dpa „Blumengrüße zum Valentinstag nachgefragt – Alternativen zur Rose“) Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
13.02.2022, Hessen, Frankfurt/Main: Rote Rosen stehen im Blumengeschäft „Alice im Blumenland“, das zum Frankfurter Blumenhandel „Blumen Meister“ gehört. Am 14. Februar ist Valentinstag und damit einer der wichtigsten Tage für den Blumenhandel. (zu dpa „Blumengrüße zum Valentinstag nachgefragt – Alternativen zur Rose“) © dpa

Mehr Hochzeiten, mehr Sträuße - aber weniger große Feste und kaum Aufträge für Fotografen

Den wichtigsten Tag im Leben vergisst man wohl eher nicht, wenn man an einem Schnapszahldatum heiratet. Und da bietet dieses Jahr mit dem 22.2.22 eine ideale Gelegenheit. Seit Monaten sind viele Standesämter für diesen Tag ausgebucht.

Aber zu einer Hochzeit gehört häufig mehr als das offizielle Eheversprechen. Neben Gästen und Essen ist auch die Dekoration für viele wichtig. Florist:innen, Blumenhandel und auf Hochzeiten spezialisierte Dekorationsfirmen haben sich darauf eingestellt.

„An besonderen Daten gibt es immer mehr Anfragen als an normalen Tagen“, erzählt Anna Kiermeier, Inhaberin von Blumen Miscanthus in Frankfurt. Ihre Firma konzentriert sich auf die dekorative Ausgestaltung von Hochzeitsfeiern. In diesem Jahr gebe es viele kleine Feste, oft auch einfach nur die Eheschließung beim Standesamt. „Da gibt es dann nur einen Brautstrauß; morgen zum Beispiel sind das 18 Stück“, sagt Kiermeier mit Blick auf das Schnapszahldatum. Für den Tag davor und danach ist kein Termin bei ihr gebucht.

Dieses Bild entspreche den üblichen Auftragszahlen im Februar. „Im Sommer wird grundsätzlich viel mehr geheiratet, aber Corona spielt natürlich auch eine Rolle“, erklärt sie. Und an einem Wochentag würden normalerweise weniger Ehen geschlossen als am Wochenende. Dass der 22.2. beliebter ist, zeige sich im Vergleich mit der Zahl der Brautsträuße, die im Juni gebunden werden. „Das ist normalerweise der Zeitraum, in dem viel geheiratet wird. Da machen wir an einem Samstag halb so viele Sträuße wie für den besonderen Dienstag, den 22.2.22“, sagt sie.

Diesen Eindruck bestätigt Andrea Schimpf, Inhaberin von Das Kopfwerk, Eventmanufaktur und Blumenladen im Frankfurter Westend. „Wir haben auffällig mehr Buchungen für Dienstag“, erzählt sie. Auch Schimpf berichtet von vielen kleinen, auch spontanen Aufträgen. „Vor Corona wurden Hochzeiten von langer Hand geplant, jetzt gibt es schon mal kurzfristige Anrufe.“ Warum ausgerechnet ein Dienstag im Februar? „Viele Kundinnen sagen, dass sie hoffen, dass der Tag dann vom Zukünftigen nicht vergessen wird“, erzählt sie lachend.

Ganz andere Erfahrungen machen viele reguläre Blumenläden in Frankfurt. Hier sind größtenteils gar keine Aufträge für das Schnapszahldatum eingegangen. Weder bei Alice im Blumenland noch bei Blumen-Meister oder The Rosarium gab es Anfragen. Die Corona-Pandemie sei einer der Hauptgründe. „Warum soll man viel Geld für Blumenschmuck ausgeben, wenn die Hochzeit nur im kleinen Kreis stattfindet“, erklärt eine Mitarbeiterin. Außerdem seien viele Feste verschoben worden oder würden eher spontan stattfinden.

Verschobene Feste betreffen auch eine andere Gruppe von Menschen, die eine Hochzeit unvergesslich machen: die Fotografen. „Da bin ich für keine Veranstaltung gebucht“, sagt Marco Schwarz von Schwarzbild Photography. Das sei jedoch zu erwarten gewesen. Für gewöhnlich ist er immer den ganzen Tag auf den Hochzeiten, und davon gebe es seit der Pandemie generell weniger. Da der 22.2.22 auf einen Dienstag falle und hier üblicherweise nicht ausladend gefeiert wird, spiele der Tag für ihn keine große Rolle. Das bestätigt auch Berufskollege Florian Heurich. „Viele sind unsicher oder haben die Nase voll, nach der Trauung fällt das große Fest dann aus“, erklärt er. Der Hochzeitsfotograf vereinbart seine Termine normalerweise gut ein Jahr im Voraus, nicht so in Corona-Zeiten. Viele Termine würden verschoben, weil die Situation zu gefährlich ist.

Wie sich die Lage zum Sommer hin entwickelt, vermögen alle nur vorsichtig zu spekulieren. Es wird wohl besser werden - und das nächste Schnapszahldatum wird auch kommen.

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