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IAA 2019: Wirklich zu großer Besucherandrang für Kontrollen? 

IAA 2019

Zu viele Besucher für Kontrollen auf IAA in Frankfurt

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Die für die Marktüberwachung zuständige Behörde gibt der Deutschen Umwelthilfe einen Korb. Die Prüfer kämen nicht an die Fahrzeuge.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) „schwerwiegende Verstöße gegen die korrekte Kennzeichnung der Klimagasemissionen bei ausgestellten Neufahrzeugen“ festgestellt. Anders als in den Vorjahren hat das für die Marktüberwachung zuständige Hessische Eichamt auf ihren Hinweis reagiert. Die der FR vorliegende Antwort vom Dienstag fällt jedoch anders aus, als von Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch erwartet. „Es ist unsäglich, wie die Behörden damit umgehen“, sagt der DUH-Chef. Jeder Falschparker kassiere einen Knollen. Doch bei den Autoherstellern schauten die Marktwächter seit Jahren weg.

Ein kurzfristiger Besuch der Messe erscheine der Behörde „wenig zielführend“, schreibt der zuständige Dezernatsleiter in seiner Antwort. Wegen des hohen Besucheraufkommens sei es schwer, zu den Fahrzeugen vorzudringen. „Wir haben uns daher entschlossen, die Aussteller auf ihre Pflicht hinzuweisen.“ Ergänzend werde man eine Kontrolle für die Fachbesuchertage der nächsten IAA ankündigen. „Ein fatales Signal“ urteilt Resch. Die Behörde bleibe auch in diesem Jahr untätig. Dabei hätte sie sich vorbereiten können, die Messe sei ja nicht vom Himmel gefallen. Das Argument mit den vielen Menschen sei an den Haaren herbeigezogen: „Jeder Besucher schafft es schließlich, zu den Autos zu kommen.“

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