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16.07.2021, Hessen, Frankfurt/Main: Bundespolizisten kontrollieren auf dem Flughafen Frankfurt Fluggäste. Mit Beginn der Ferien ist das Passagieraufkommen auf dem Frankfurter Flughafen wieder deutlich gestiegen. Foto: Boris Roessler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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16.07.2021, Hessen, Frankfurt/Main: Bundespolizisten kontrollieren auf dem Flughafen Frankfurt Fluggäste. Mit Beginn der Ferien ist das Passagieraufkommen auf dem Frankfurter Flughafen wieder deutlich gestiegen.

Corona

Viel Verkehr zum Ferienstart am Flughafen Frankfurt

  • Oliver Teutsch
    VonOliver Teutsch
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Fachleute empfehlen Reisenden, vor allem die Wochenenden zum Aufbruch zu vermeiden. Auf den Straßen mehr Verkehr als 2019.

Mit dem Ferienbeginn in Hessen wird der große Ansturm auf Flughafen und Autobahnen erwartet. Insbesondere am ersten Ferienwochenende müssen sich Reisende auf lange Wartezeiten einstellen. Für den Frankfurter Flughafen rechnet die Bundespolizei für Samstag und Sonntag jeweils mit etwa 110 000 Fluggästen. „Das ist kein Vergleich zur Vor-Corona-Zeit aber unter den jetzigen Bedingungen schon sehr viel“, gibt Reza Ahmari, Sprecher der Bundespolizei am Flughafen, zu bedenken.

Der Flughafenbetreiber Fraport bemüht sich daher im Vorfeld, die vielen Menschen auf die Besonderheiten beim Abflug vorzubereiten. Terminalmanagerin Daniela Weiss bittet um aktive Mithilfe: „Das Passagieraufkommen wird nur dann zu bewältigen sein, wenn sich Fluggäste optimal auf die Reise vorbereiten und sämtliche Unterlagen jederzeit griffbereit und übersichtlich parat haben.“ Bundespolizei und Fraport empfehlen, mindestens zwei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein. Ahmari von der Bundespolizei mahnt zudem, sich nach dem Check-in unmittelbar zu den Sicherheitskontrollen zu begeben, also nicht zu viel Zeit mit Einkäufen oder Essen zu verbringen.

Für Freitag waren bereits 100 000 Passagiere prognostiziert. Bis zur Mittagszeit verlief laut Bundespolizei alles relativ problemlos. Es seien vor allem viele Familien mit Kindern unterwegs, so Ahmari. Für Familien hat Fraport daher an den ersten drei Ferienwochenenden im Terminal 1 A eigene Kontrollspuren eingerichtet, damit die Abfertigung möglichst stressfrei verläuft.

Aus Sicht der Bundespolizei ist die Abreise ohnehin unproblematischer als die Ankunft. Denn dann müssen die vielen unterschiedlichen Auflagen, die für die einzelnen Reiseländer gelten, auf deren Einhaltung kontrolliert werden. Die Bundespolizei meldet Verstöße an die zuständigen Regulierungsbehörden weiter. Allein das Ordnungsamt Frankfurt hat bereits 200 Bußgeldverfahren aufgrund dieser Anzeigen eingeleitet. Insbesondere für Airlines kann es sehr teuer werden. So sei eine Fluggesellschaft wegen Verstößen bereits vier Mal mit jeweils 10 000 Euro zur Kasse gebeten worden. Diese Höchststrafe wird immer dann fällig, wenn eine Airline jemanden unerlaubterweise aus einem Risikovariantengebiet nach Deutschland befördert.

Abflug

Fluggäste müssen sich bei der Abreise auf besondere Bedingungen einstellen, die sich teilweise auch kurzfristig ändern können. Der Flughafenbetreiber Fraport hat die wichtigsten Tipps und Hinweise auf www.frankfurt-airport.com zusammengestellt.

Bei Anreise zum Flughafen mit dem Auto gilt es zu beachten, dass aufgrund der Pandemie viele Fluggäste öffentliche Verkehrsmittel meiden. Fraport empfiehlt daher , Stellpätze für das Terminal-Parkhaus vorab zu buchen. Möglich ist dies unter www.parken.frankfurt-airport.com ote

Während der Verkehr am Flughafen noch lange nicht wieder das Ausmaß von vor der Pandemie erreicht hat, ist es auf den Straßen genau anders herum, wie Oliver Reidegeld vom ADAC Hessen-Thüringen berichtet. „Wir haben es schon an Pfingsten bemerkt, es ist noch mal deutlich voller auf den Straßen als 2019.“ Denn angesichts der latenten Infektionsgefahr in öffentlichen Verkehrsmitteln wie Flieger oder Zug setzen viele Reisende auf das eigene Auto. Der Kfz-Bestand in Deutschland habe sich seit Beginn der Pandemie nochmals erhöht. Reidegeld empfiehlt, insbesondere Freitag, Samstag und Sonntagvormittag als Abreisezeiträume zu vermeiden.

Wer glaubt, auf der sicheren Seite zu sein, wenn er das erste Ferienwochenende meide, der irr, warnt Reidegeld. „Das ist ein weiteres Phänomen, das wir beobachten: Es gibt immer mehr Tagesausflügler, die Leute wollen raus.“ Daher kann der Verkehrsexperte auch für die kommenden Wochenenden keine Entwarnung versprechen. Der ADAC rechnet damit, dass insbesondere die Strecken an die deutschen Küsten, in die Alpen und in den Süden sehr stark ausgelastet sein werden.

Dagegen wird es im Schienenverkehr recht entspannt zugehen. Die Deutsche Bahn rechnet damit, dass die Auslastung der ICE- und IC-Züge in diesem Sommer bei durchschnittlich rund 35 Prozent liegen wird. Natürlich gibt es auch dort Reisespitzen. Daher hat die Bahn nach eigenen Angaben ihr Angebot zum Ferienbeginn „stark ausgebaut“, 10 000 zusätzliche Plätze stünden bereit. Erstmals eingesetzt wird der neue XXL-ICE mit Platz für über 900 Fahrgäste. Zwischen Metropolen sollen zudem mehr ICE-Sprinter eingesetzt werden. zwischen Berlin und Frankfurt seit Mitte Juli 15 statt elf, zwischen Hamburg und Köln sieben statt fünf.

Zudem bietet die Deutsche Bahn zusätzliche touristische Sommerzüge zur Nord- und Ostsee sowie an den Bodensee und nach Tirol an. Von Frankfurt gibt es im August an mehreren Wochenenden direkte IC-Züge über Siegen und Hamm nach Norddeich-Mole.

Auch der grenzüberschreitende Verkehr in die europäischen Nachbarländer werde seit Aufhebung der internationalen Corona-Reisebeschränkungen wieder in vollem Umfang angeboten.

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