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So viel Steuern wie noch nie

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Der Finanzminister hebt den Kampf gegen die Manipulation von Kassen hervor.

Die hessischen Finanzämter haben im Jahr 2018 so viel an Steuern eingenommen wie noch nie. Mit rund 58 Milliarden Euro verzeichneten sie rund 100 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor.

Zwei Milliarden Euro davon konnten durch die Arbeit von Steuerfahndern und Betriebsprüfern erzielt werden. „Hessen ist stark in der Bekämpfung von Steuerkriminalität“, urteilte Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) am Montag in Wiesbaden, wo er die Zahlen vorstellte.

Im vergangenen Jahr waren manipulierte Registrierkassen in den Fokus gerückt. Dadurch geht seit Jahren Steuergeld in erheblichem Umfang verloren. Speziell Unternehmer in bargeldintensiven Branchen wie beispielsweise der Gastronomie setzten gezielt Schummel-Software ein, um Buchungen nachträglich wieder aus dem System zu löschen und so die Gewinnsteuer zu umgehen, berichtete Oberfinanzpräsident Jürgen Roßberg.

„Wer in Zukunft eine größere Menge an Jägerschnitzeln, angeblich zu Übungszwecken boniert und wieder löscht, gerät in den Fokus der Steuerfahndung“, gab Minister Schäfer ein Beispiel. Das Finanzministerium arbeite an einem bundesweiten Verfahren, um vertrauenswürdige Software zu zertifizieren und konsequent anzuwenden.

Der Kampf gegen systematischen Steuerbetrug wird nicht nur an der Ladentheke geführt. Bei der Auswertung der Panama Papers und anderer Steuerleaks nähmen die hessischen Behörden eine Vorreiterrolle ein, sagte Schäfer. Die Finanzverwaltung habe Spezialisteneinheiten gebildet, um bei multinationalen Transaktionen und internationalen Konzernstrukturen zu ermitteln.

Steuergerechtigkeit sei ein wichtiger Aspekt, der durch die Steuerfahndung gewährleistet sei, betonte Roßberg. Sein Dank gelte aber den vielen ehrlichen Steuerzahlern aus Hessen. Für sie gibt es eine neue Servicehotline unter der Nummer 0800 / 522 53 35.

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