Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Neu-Isenburg

Viel Kritik an weiterem Stadtratsposten in Neu-Isenburg

  • Annette Schlegl
    VonAnnette Schlegl
    schließen

Die politischen Gegner laufen Sturm gegen den Vorstoß der Neu-Isenburger Regierungsfraktion, den Posten eines Zweiten Stadtrats zu schaffen.

Der Vorschlag der Koalition in Neu-Isenburg, einen Zweiten Stadtrat zu installieren, erhitzt die Gemüter. CDU, Grüne und Freie Wähler hatten am Dienstag bekanntgegeben, dass sie neben dem Bürgermeister und dem Ersten Stadtrat eine dritte Berufspolitikerstelle schaffen wollten. Weil dabei wohl der unterlegene grüne Bürgermeisterkandidat Oliver Gröll zum Zuge kommen wird, attestiert die FDP-Fraktion der Koalition Dreistigkeit und spricht von einer Versorgung der Wahlverlierer. „Wenn einem das Wahlergebnis und damit der Bürgerwille, sei er auch denkbar knapp ausgefallen, nicht passt, dann schafft man eine weitere gut dotierte Stelle an der Spitze des Rathauses“, schreibt auch der ehemalige FDP-Fraktionsvizechef Jörg Müller. Bei einem dritten hauptamtlichen Dezernenten sollte es wenigstens keine ehrenamtlichen Dezernenten mehr geben, meint die FDP. Aufgabenbereiche wie Kultur und Sport, Klimaschutz oder Integration müssten dann von den drei Hauptamtlichen mit abgedeckt werden, sonst wäre deren Aufstockung noch absurder.

Dem Bürgermeisterkandidaten der Grünen, der im ersten Wahlgang scheiterte, solle durch die Hintertür ein vergleichbar vergüteter Posten zugeschanzt werden, äußern sich die Linken. Die veranschlagten Zusatzkosten von 140 000 Euro pro Jahr solle man lieber für soziale Projekte nutzen. Der Wählerwille werde mit Füßen getreten, eine Befragung der Wähler:innen zur Notwendigkeit eines zusätzlichen hauptamtlichen Stadtrats sei wünschenswert.

Der SPD-Unterbezirk hätte es richtiger gefunden, gemeinsam mit dem neuen Bürgermeister nach dessen Amtsantritt die Notwendigkeit eines zusätzlichen Stadtratspostens zu evaluieren. Der Koalitionsvorschlag mute wie ein Affront gegen die eigene Stadtverwaltung an, der man offensichtlich nicht zutraue, die Herausforderungen der Zukunft zu stemmen. ann

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare