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Der Zauberer und Mental-Magier Nicolai Friedrich, hier vor der Alten Oper in Frankfurt, verzaubert jezt auch ein Online-Publikum.
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Der Zauberer und Mental-Magier Nicolai Friedrich, hier vor der Alten Oper in Frankfurt, verzaubert jezt auch ein Online-Publikum.

Rhein-Main

Verzauberter Bildschirm

  • Andreas Hartmann
    VonAndreas Hartmann
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Der international bekannte hessische Magier Nicolai Friedrich geht neue Wege – und kommt seinem Publikum dabei ganz nah

Die Magie lebt vom Augenblick. Wie kommt man auf der Bühne auf den Namen, an den die Dame in der fünften Reihe grade denkt? Wie wanderte die Spielkarte in die Tasche des Herrn zwei Plätze neben ihr? Wieso schwebt die Assistentin, und wohin ist der Mann aus dem Publikum auf der Bühne verschwunden? Das sind verblüffende Momente, und der Magier Nicolai Friedrich, der schon als kleiner Junge mit dem Zaubern begonnen hat, hat da normalerweise noch einiges weit außergewöhnlicheres in petto.

Seit fast einem Jahr hat der Magier Nicolai Friedrich aber fast kein reales Publikum mehr, und die Corona-Pandemie kann auch der Profi nicht wegzaubern. Und so geht auch der Magier neue Wege über das Internet. Aber kann das den funktionieren? Nimmt man denn damit dem weit entfernten Publikum nicht alle Illusionen? Schließlich lässt sich am Bildschirm doch so viel manipulieren, oder?

Magie für Zuhause

Nicolai Friedrich, Jahrgang 1976, in Friedrichsdorf aufgewachsen und heute in Karben lebend, dürfte Hessens bekanntester Magier sein. Er ist weltweit mit seinen Shows unterwegs, kann momentan aber wegen der Corona-Pandemie nicht vor Publikum auftreten. Deshalb hat er die interaktive Online-Liveshow „magic@yourhome“ entwickelt, die via Zoom im Internet läuft.

Dabei zaubert er auch im Wohnzimmer seiner Gäste, liest Gedanken und verblüfft sein Live-Publikum vielleicht noch mehr als im Saal. Die nächsten Shows sind am kommenden Sonntag, 18. April um 18 Uhr, am 8., 15. und 23. Mai um 20 Uhr.

Ticketreservierung unter Tel. 06073/722740, www.printyourticket.de/Tour/ Nicolai-Friedrich-11540.html. Karten kosten 39 oder 49 Euro. aph

„Was für mich von vorneherein nicht in Frage kam, war, dass ich mich vor eine Kamera stelle und die Leute schauen zu. Da kann man sich ja gleich ein Video auf Youtube anschauen. Ich wollte ganz und gar interaktiv sein. Manche Zauberkunst ist in der Online-Show noch verblüffender als im Saal“, sagt Friedrich. „Ganz viel Zauberei geschieht in den Händen der Leute, etwa, wenn sie ein bestimmtes Wort in einem Buch im eigenen Regal nachschlagen sollen. Da sitze ich vielleicht hunderte Kilometer weit entfernt, und es klappt trotzdem!“

Wer sich eine Karte für einen der Auftritte kauft, bekommt entweder per Post (für kommenden Sonntag ist das schon zu knapp) oder per E-Mail ein Paket zur Show, mit dem die Zauberkunststücke ins eigene Wohnzimmer geholt werden. Denn nicht nur das Publikum sieht den Magier, der sieht auch die Zuschauer. Das ist manchmal ganz lustig. „Kürzlich hatte eine Familie ein so traumhaftes Hintergrundbild von einem Tropenstrand, dass ich gefragt habe. Und da waren sie tatsächlich im Homeoffice auf den Malediven“, erzählt er lächelnd.

Dass die Show weltweit funktioniert, hat auch für den gebürtigen Hessen Friedrich, der heute in Karben wohnt, seinen Reiz. Schließlich leben Fans auch in Australien, Indien oder den USA, und Online-Auftritte kann man sich überall ansehen. „Das hat den Effekt, dass ich in meinem heimischen Studio sitze und dennoch eine Art Jetlag habe, weil ein Auftritt in Indonesien, der nächste in Europa und der dritte in Amerika ist“, sagt er lächelnd.

Eine große Umstellung seien die Online-Auftritte anfangs gewesen, sagt er. „Ohne Applaus fand ich das ganz furchtbar“, berichtet er. Der wird inzwischen eingespielt, wegen der Stimmung. Zwar sei das Konzept wegen der aktuellen Einschränkungen entstanden, „ich glaube aber, dass einiges auch nach der Pandemie bleiben wird“, meint er.

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