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Die Statue Justitia hält eine Waage in ihrer Hand.

Frankfurt/Main

Verweigerter Kuss: Prozess um Totschlag

Bluttat um unerwünschte Gefühle: Im Streit um einen unerwünschten Kuss soll ein 31-jähriger Student einen Mitbewohner lebensgefährlich verletzt haben. Seit Dienstag muss er sich wegen versuchten Totschlags vor dem Landgericht Frankfurt verantworten. Zu der Tat war es im April vergangenen Jahres in einer Grünanlage nahe der Wohnung der Männer in Frankfurt-Seckbach gekommen.

Bluttat um unerwünschte Gefühle: Im Streit um einen unerwünschten Kuss soll ein 31-jähriger Student einen Mitbewohner lebensgefährlich verletzt haben. Seit Dienstag muss er sich wegen versuchten Totschlags vor dem Landgericht Frankfurt verantworten. Zu der Tat war es im April vergangenen Jahres in einer Grünanlage nahe der Wohnung der Männer in Frankfurt-Seckbach gekommen.

Nach dem Annäherungsversuch soll der Angeklagte mehrfach in Oberkörper und Hals des Kommilitonen eingestochen und dabei unter anderem die Lunge verletzt haben. Nachbarn sowie ein vorbeifahrender Busfahrer schritten ein, um den Angriff zu stoppen. Der Angeklagte benachrichtigte über einen Taxifahrer die Polizei und wurde kurz darauf im Krankenhaus festgenommen.

Im Verlauf der Ermittlungen stellte sich heraus, dass der 31-Jährige an einer schizophrenen Psychose leidet und unmittelbar vor der Attacke Stimmen vernommen haben wollte. Auch im Prozess sprach er von einem „Werk des Teufels“ und von schlimmen Schüben mit Albträumen.

Nach seiner Festnahme war der Mann in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen worden. Die Schwurgerichtskammer muss nun klären, ob er dort dauerhaft bleiben muss, wie es die Staatsanwaltschaft beantragte. Das Gericht hat noch einen weitere Verhandlungstag angesetzt.

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