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Das Landgericht in Frankfurt am Main.

Frankfurt/Main

Versuchter Totschlag: Tumulte im Gericht

Ein 18-Jähriger steht wegen versuchten Totschlags in Frankfurt vor Gericht. Laut Anklage soll er einem 26-Jährigem während eines nächtlichen Treffens mit einem Messer in den Rücken gestochen haben. Auslöser war den Ermittlungen zufolge der Streit um die Zuneigung einer Frau. Seit Freitag wird vor dem Landgericht Frankfurt gegen den Heranwachsenden verhandelt.

Ein 18-Jähriger steht wegen versuchten Totschlags in Frankfurt vor Gericht. Laut Anklage soll er einem 26-Jährigem während eines nächtlichen Treffens mit einem Messer in den Rücken gestochen haben. Auslöser war den Ermittlungen zufolge der Streit um die Zuneigung einer Frau. Seit Freitag wird vor dem Landgericht Frankfurt gegen den Heranwachsenden verhandelt.

Bei der Messer-Attacke im Juli vergangenen Jahres im Frankfurter Gallus soll der Angeklagte den Tod des Opfers zumindest in Kauf genommen haben, so die Staatsanwaltschaft. Das Opfer war der frühere Lebensgefährte der Frau, die zum Tatzeitpunkt mit dem Angreifer liiert war.

Am ersten Verhandlungstag bestritt der Deutsche vor der Jugendstrafkammer jedwede Tötungsabsichten: Der Kontrahent sei mit einem viel größeren Messer bewaffnet gewesen und habe auch entsprechende Drohgebärden gemacht. Er habe nur mit seinem Messer gefuchtelt, um ihn auf Distanz zu halten. Erst auf der Flucht habe er gesehen, dass sein Messer Blutspuren aufwies, sagte der Angeklagte.

Im Verlauf der Verhandlung kam es mehrfach zu Tumulten im Gerichtssaal: Verwandte des Angeklagten beschimpften den Verletzten, der als Nebenkläger im Gerichtssaal anwesend war. Der Vorsitzende Richter musste die Verhandlung deshalb unterbrechen. Bislang hat das Gericht fünf weitere Termine bis Anfang Februar anberaumt.

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