Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Entscheidungen

Verlängerung des Lockdowns

Weil die Corona-Infektionszahlen nicht in erhofftem Maß zurückgehen, werden die Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Hessen verlängert. Die Kontaktregeln werden noch einmal verschärft.

Die drastischen Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Hessen werden wegen der Corona-Pandemie bis Ende Januar verlängert. Das kündigte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Dienstag nach der Schalte der Regierungschefs aus Bund und Ländern an. Der Lockdown mit der Schließung zahlreicher Geschäfte war zunächst bis zum 10. Januar befristet gewesen. „Die Lage ist nach wie vor außerordentlich ernst“, sagte Bouffier.

Auch die Kontaktregeln werden nach Bouffiers Worten noch einmal verschärft. Bund und Länder hätten sich darauf geeinigt, dass sich künftig nur noch Angehörige eines Haushalts mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person im öffentlichen Raum treffen dürfen.

Bislang gilt: Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes bis zu einer Gruppengröße von höchstens fünf Menschen gestattet; dazugehörige Kinder bis zum Alter von einschließlich 14 Jahren bleiben unberücksichtigt.

Die beschlossene Einschränkung der Bewegungsfreiheit für Menschen in Corona-Hotspots wird nach Einschätzung des Regierungschefs für Hessen keine große Bedeutung haben. Es gehe dabei vor allem um das Freizeitverhalten und Tagesausflüge. Der Weg zur Arbeit könne ja niemandem verboten werden.

Radius von 15 Kilometern

Bund und Länder hatten sich darauf geeinigt, dass Menschen in Regionen mit vielen Corona-Neuinfektionen sich ohne triftigen Grund nur noch in einem Radius von 15 Kilometern um ihren Wohnort frei bewegen dürfen. Die Regelung soll künftig ab einer Sieben-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern gelten. Bouffier sagte, derzeit gebe es seiner Kenntnis nach nur zwei Kreise im Land, die momentan eine höhere Inzidenz als 200 haben.

Als weitere Beispiele für triftige Gründe, die eine Ausnahme von der Beschränkung rechtfertigen, nannte er den Besuch von Kindern, die weiter als 15 Kilometer vom anderen Elternteil entfernt wohnen. Auch die Teilnahme an Gottesdiensten und Demonstrationen sei weiterhin möglich. „Das wird für Hessen eine überschaubare Wirkung haben“, sagte Bouffier.

In Hessen gilt bislang, dass Kreise und kreisfreie Städte ab einer Inzidenz von 200 nächtliche Ausgangsbeschränkungen und weitere Maßnahmen erlassen müssen. Hessen war, wie die anderen Bundesländer auch, am 16. Dezember in einen weitreichenden Lockdown gegangen, um die hohen Zahlen von Corona-Neuinfektionen einzudämmen. Die Präsenzpflicht an den Schulen war zwei Tage vor dem Beginn der Weihnachtsferien aufgehoben worden. Die Ferien enden in dieser Woche.

Der weitere Umgang mit dem Schulunterricht in Hessen nach Ende der Weihnachtsferien ist noch unklar. Darüber werde final am morgigen Mittwoch das Corona-Kabinett entscheiden, sagte der Ministerpräsident. Für die Kitas werde er aber empfehlen, dass sie grundsätzlich geöffnet bleiben. Das konkrete Vorgehen an Schulen und Kitas regeln die einzelnen Bundesländer selbst, weil es in ihre eigene Zuständigkeit fällt.

Zahlreiche Geschäfte und Dienstleister sind seit Mitte Dezember geschlossen, darunter Friseure. Auch Freizeit- und Kultureinrichtungen mussten dicht machen - etwa Museen, Spielhallen und Schwimmbäder. Geöffnet bleiben dürfen unter anderem Supermärkte, Drogerien, Banken und Tankstellen. Abhol- und Lieferdienste bleiben erlaubt, auch Auto- und Fahrradwerkstätten können weiterarbeiten.

Es gilt eine weitreichende Maskenpflicht, unter anderem in Geschäften, Bussen und Bahnen sowie in einigen Fußgängerzonen. Besuche in Krankenhäusern, Seniorenheimen und Pflegeeinrichtungen bleiben unter strengen Vorgaben möglich. Wie es im Februar weitergeht, darüber wollen Bund und Länder am 25. Januar beraten. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare