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Der Verkehrsversuch

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Der Hochtaunuskreis und die Polizei wollen Erkenntnisse gewinnen, ob  eine dauerhafte oder zeitweise Sperrung von Straßen etwas bringt.

Gleich zwei Mal werden im Laufe dieses Jahres jeweils neun Tage lang mehrere Straßen rund um den Großen Feldberg für Motorräder gesperrt. Die erste Periode beginnt am  Samstag, 11. Mai, um null Uhr und endet am Sonntag, 19. Mai, um Mitternacht. Die zweite Sperrung ist vom 7. bis 15. September vorgesehen.

Gesperrt wird die L3004 ab der Ortstafel Oberursel bis zur Ortstafel Schmitten, die L3024 ab Sandplacken bis kurz vor der Feldbergzufahrt aus Richtung Sandplacken und die L3276 vom Sandplacken bis Oberreifenberg (siehe Grafik).

Die Zufahrt zum Großen Feldberg ist für Motorräder während des Verkehrsversuchs nur vom Roten Kreuz aus über die L3024 möglich. Eine Umleitung führt aus südlicher Richtung über die B455 von der Abfahrt Hohemark bis zum Königsteiner Kreisel, weiter über die B8 bis zum Eselsheck und von dort über die L3025 bis zum Roten Kreuz. Von Norden gelangt man aus Richtung Schmitten ebenfalls über die L3025 bis zum Roten Kreuz.

Mit dem Verkehrsversuch möchten der Hochtaunuskreis und die Polizei Erkenntnisse gewinnen, ob sich durch eine dauerhafte oder zumindest teilweise Sperrung von Straßen im Feldberggebiet Unfälle und Lärm reduzieren lassen.

Die Daten sollen bis zum Frühjahr 2020 ausgewertet werden. An dem Verkehrstest beteiligt sind neben der Straßenverkehrsbehörde des Hochtaunuskreises die Polizei, Hessen Mobil, das Regierungspräsidium, das Hessische Verkehrsministerium sowie die Kommunen Schmitten und Oberursel.

Gezählt wird der Verkehr während der Sperrungen sowie danach und davor. Fachleute von Hessen Mobil stellen dazu für jeweils vier Wochen Zählgeräte auf, die konstant über 24 Stunden hinweg alle Fahrzeuge erfassen. Die Ergebnisse werden nach Fahrzeugarten getrennt. Zusätzlich zu den Verkehrszählungen soll es auch Lärmmessungen geben.

Laut Polizeistatistik ist zwischen 2017 und 2018 die Zahl der Motorradunfälle rund um den Feldberg von 29 auf 44 angestiegen. 38 Menschen wurden dabei verletzt, Tote gab es nicht. Unfallschwerpunkt war die „Applauskurve“ zwischen Hohemark und Sandplacken mit allein 17 Unfällen. 2015 gab es ebenfalls 44 Zweiradunfälle in der Feldbergregion, ihre Zahl war aber in den beiden folgenden Jahren deutlich gesunken.

Um die Zahl der Unfälle zu reduzieren, hatten die betroffenen Kommunen und die Polizei in den vergangenen Jahren mehrfach Temporegelungen verschärft. Außerdem wurden an der „Applauskurve“ Rüttelstreifen angebracht und in der Szene beliebte Parkplätze gesperrt. Die Polizei hat zudem seit 2017 die Zahl ihrer Kontrollen deutlich erhöht.  

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