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Angesichts der Zeitumstellung warnt der Automobilclub ADAC vor einer steigenden Gefahr von Wildunfällen.

Verkehr

Verkehrsexperten warnen wegen Zeitumstellung vor Wildunfällen

Angesichts der Zeitumstellung warnt der Automobilclub ADAC vor einer steigenden Gefahr von Wildunfällen.

Tiere wie Rehe und Wildschweine richteten sich nicht nach der Uhrzeit, teilte der ADAC Hessen-Thüringen am Montag in Frankfurt mit. Die Umstellung verlängere den Zeitraum, in dem Berufsverkehr und Morgendämmerung zusammenfielen und die Gefahr von Wildunfällen nehme über Nacht rapide zu. In der kommenden Sonntagnacht (29. März) werden die Uhren wieder auf Sommerzeit eine Stunde vor gestellt.

Am höchsten ist das Risiko laut ADAC auf Landstraßen, in Wäldern sowie an Fahrbahnabschnitten, deren Ränder dicht bewachsen sind. „Tiere kennen keine Zeitumstellung und auch keine Verkehrsregeln. Fahren Sie vorsichtig und mit reduzierter Geschwindigkeit und halten Sie immer ausreichend Abstand zum Vorausfahrenden“, sagte Wolfgang Herda, Verkehrsexperte des ADAC Hessen-Thüringen.

Befänden sich Tiere auf der Straße, solle versucht werden, diese durch Hupen zu vertreiben. Das Aufblenden mit dem Fernlicht bewirke jedoch das Gegenteil. Sei ein Zusammenstoß unvermeidlich, sollen Autofahrer auf keinen Fall versuchen auszuweichen, da dies die Unfallgefahr weiter erhöhe. Nach einem Wildunfall müsse die Straße abgesichert und die Polizei oder der Jagdpächter informiert werden.

Landesweit wurden im Jahr 2019 insgesamt 191 Wildunfälle mit Personenschäden gezählt, wie das Statistisches Landesamt mitteilte. Dabei sei ein Mensch ums Leben gekommen. Zudem seien 36 Personen schwer und 193 leicht verletzt worden. (dpa)

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