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Verkehrschaos auf der Adickesallee

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Von: Florian Leclerc

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Viel Verkehr auf der Kreuzung Oeder Weg / Adickesallee.
Viel Verkehr auf der Kreuzung Oeder Weg / Adickesallee. © Peter Jülich

Wegen der Baustelle staut sich der Verkehr an der Eckenheimer Landstraße zurück. Ein schnelles Ende der Staus ist nicht in Sicht.

Die Verkehrssituation auf der Adickesallee ist zur Zeit recht angespannt. Weil stadtauswärts eine Fahrspur wegen Fernwärmearbeiten gesperrt ist, staut sich der Verkehr teilweise über die Kreuzung zur Eckenheimer Landstraße hinweg. Autos hupen, die U-Bahn klingelt, Fußgänger und Radfahrer schieben sich an den stehenden Fahrzeugen vorbei.

Das Chaos begann vor einer Woche. Damals entschied das Straßenverkehrsamt, eine der beiden Fahrspuren stadtauswärts zu sperren. Wie Gert Stahnke, der Leiter des Straßenverkehrsamts, berichtete, sei die Verkehrssicherheit für Radfahrer nicht mehr gewährleistet gewesen.

Für diese steht eigentlich ein Radweg entlang der Adickesallee bereit. Doch dessen nördlicher Teil ist seit Juni gesperrt – genau wie der Fußweg. Während Fußgänger auf den Bürgersteig der südlichen Straßenseite ausweichen sollten, durften die Radfahrer stadtauswärts auf einem Schutzstreifen im fließenden Verkehr mitfahren.

Diesen Schutzstreifen hätten die Autofahrer aber so oft überfahren, und dabei die Radfahrer geschnitten, dass das Straßenverkehrsamt eine der beiden Fahrspuren habe sperren müssen, sagte Stahnke.

An der Baustelle wird noch bis Dezember 2018 gearbeitet. Der Energieversorger Mainova verlegt eine 1,7 Kilometer lange Fernwärmeleitung von der Frankfurt School of Finance bis zur University of Applied Sciences.

Dass auf Wochen und Monate kein Ende des Verkehrschaos in Sicht sein soll, kritisiert die FDP-Fraktion im Römer. Die Zustände an der Kreuzung Adickesallee und Eckenheimer Landstraße seien „nicht zumutbar“, sagte die Fraktionsvorsitzende Annette Rinn. Die Verkehrsführung sei „eine Schikane für Autofahrer“; für Radfahrer und Fußgänger sei die Querung der blockierten Kreuzung schwierig und gefährlich.

„Dass auch die Stadtbahn sich den Weg durch die Kreuzung mühsam ‚freihupen‘ muss, setzt dem Ganzen die Krone auf“, sagte Rinn und forderte: „Die Adickesallee kann unmöglich wochenlang einspurig bleiben.“ Tatsächlich ist laut Mainziel.de, der Internetseite des Straßenverkehrsamts, die einspurige Verkehrsführung bis 21. Dezember 2018 vorgesehen. Im Lichte der aktuellen Ereignisse solle es nicht dabei bleiben, sagte Stahnke. „Wir wollen schnellstmöglich eine andere Lösung für die Verkehrssituation.“ Dazu liefen Gespräche zwischen der Mainova und dem Straßenverkehrsamt. Allerspätestens zum Ende der Sommerferien müsse die einspurige Verkehrsführung aufgehoben sein.

Dann drängen die aus dem Urlaub heimkehrenden Berufspendler wieder zu Hunderttausenden in die Stadt – ein noch längerer Rückstau wäre programmiert.

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