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Am Mittwoch kann ein Leihrad eine gute Alternative zum öffentlichen Nahverkehr sein.
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Am Mittwoch kann ein Leihrad eine gute Alternative zum öffentlichen Nahverkehr sein.

Tunnelsperrung

Dem Verkehrs-Chaos per Leihrad entkommen

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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  • Ulrich Weih
    Ulrich Weih
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Tunnelsperrung und Warnstreik: Am Mittwoch steht der Frankfurter Nahverkehr nahezu still. Eine günstige Alternative könnten Leihräder sein.

Am Mittwoch geht im Frankfurter Nahverkehr fast gar nichts mehr: Wenn die S-Bahnen, U-Bahnen und die Straßenbahnen nicht mehr fahren, kann man nur noch auf Busse ausweichen - oder mit dem Rad fahren. Wer als Pendler vielleicht sein eigenes Fahrrad nicht mitbringen kann, hat immer noch die Möglichkeit, sich ein Leihrad zu nehmen. 

Marktführer bei den Leihrädern ist Call-a-Bike von DB Connect: Rund 2700 Räder stehen an mehr als 300 Stationen allein in Frankfurt bereit.  Doch es gibt noch weitere Anbieter wie Obike, Nextbike oder Byke. Wir haben uns die verschiedenen Frankfurter Anbieter näher angeschaut.  

Die ersten 30 Minuten kostenlos 

Die Leihräder von Call-a-Bike kosten während der Osterferien in den ersten 30 Minuten keine Gebühr.  Die Räder haben eine 7-Gang-Schaltung und sollen flottes Fortkommen ermöglichen. Zum Gepäcktransport sind sie jedoch weniger geeignet: Zum Festschnallen von Gepäck gibt es eine Schale mit Gurten. Sie sieht nicht stabil aus, und ist es auch nicht: Der Rucksack, den der FR-Redakteur testweise verzurrt hat, fällt auf den Asphalt.  

Immerhin: Neukunden zahlen bei einer Anmeldung für den Basistarif während der Tunnelsperrung keine Jahresgebühr. Dazu kostet die erste halbe Stunde nichts - stark.  

Tüchtig Strampeln bei Obike 

Während die Räder von Call-a-Bike an festgelegten Stationen abgestellt werden müssen, kann man die Räder der anderen Anbieter frei im öffentlichen Raum abstellen. Den Gehweg oder Ausfahrten blockieren dürfen sie aber nicht.   

Genau damit hatte der Anbieter Obike in Frankfurt wohl Probleme: Die Leihräder standen Fußgängern oft im Weg. Es hagelte Beschwerden. Nun sammelt das Unternehmen die Räder häufiger ein. „Auch in Frankfurt gibt es eine Reihe von Beschwerden über Leihräder, die auf Gehwegen parken“, sagte Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) auf Anfrage. Das betreffe aber nicht allein Obike. 

Die Obike-App zeigt zahlreiche Räder in der Umgebung an. Sie stehen im öffentlichen Raum herum, nach dem Freefloating-Prinzip, nicht an Stationen. Die Ausleihe funktioniert, in dem Kunden den QR-Code scannen. Zurückgeben können sie das Rad, indem sie das Schloss am Hinterrad zuziehen. Die Fahrt verläuft – gemächlich. Denn Obikes haben keine Gangschaltung. Das bedeutet: strampeln, strampeln, strampeln. 

Fahrende Werbebanner 

Nextbikes sind stationsbasiert, genau wie die Räder von Call-a-Bike. Wer sie nicht an einer Station zurückgibt, zahlt 20 Euro Strafe. Aber wo sind die Stationen? Anders als bei Call-a-Bike weisen keine Schilder darauf hin. Die Antwort gibt die Pressesprecherin: „Schauen Sie in der App oder auf der Website auf die Karte und peilen sie die entsprechende Station an.“

Die Ausleihe funktioniert ähnlich wie bei Call-a-Bike: Die Radnummer ins Handy tippen, dann den Code auf dem Display des Fahrrads eingeben. Mit der Drei-Gang-Schaltung fahren sich die Räder gemütlich. Kunden dürfen sich nicht daran stören zu fahrenden Werbeträgern zu werden. Eine Plakat auf dem Rad wirbt für eine Bank oder eine Kreditkartenfirma.

Günstig, aber nicht immer passend  

Das Berliner Unternehmen Byke will die Konkurrenz mit Kampfpreisen unterbieten: Kunden zahlen 50 Cent für 30 Minuten Fahrt. Das ist die Hälfte im Vergleich zu den anderen. Wer länger fährt, spart noch mehr. Die Bykes haben eine bequeme Drei-Gang-Schaltung wie Nextbike. Mit dem dicken Rahmen fahren sie genauso stabil. Ausleihen geht wie bei Obikes über das Scannen des QR-Codes – Bluetooth muss dabei eingeschaltet sein. Die Rückgabe funktioniert, indem Kunden das Schloss am Hinterrad zuziehen, manchmal mit Ruckeln. Die App funktioniert nach Startschwierigkeiten gut: Mittlerweile zeigt eine Karte alle Fahrräder an.

Im Türkis-Farbton sind die Räder, die im Freefloating-Prinzip am Straßenrand stehen, gut zu erkennen. Der Korb vorne am Lenker ist so gebaut, dass Taschen nicht herausfallen. Wie bei allen Leihradtypen lässt sich der Sattel der Bykes verstellen. Kleine und mittelgroße Menschen fahren bequem, großgewachsene mit angezogenen Knien. 

Oder doch lieber ein Taxi? 

Wem das Strampeln zu unbequem ist, kann auch noch aufs Taxi ausweichen: Rund 1700 Taxis sind auf Frankfurts Straßen unterwegs. Eine Fahrt kostet laut gültiger Taxitarifordnung rund um die Uhr einen Grundpreis von 3,50 Euro. Pro Kilometer werden 2 Euro fällig, ab dem 16. Kilometer sind es 1,75 Euro. Im komplizierten Berechungsverfahren kommt außerdem noch eine Wartezeitgebühr hinzu. Sie beträgt 55 Cent pro Minute.

Um Fahrten kalkulieren zu können, empfiehlt sich der Taxi-Rechner: taxi-rechner.de. Der Frankfurter Taxiruf lautet: 230001/250001 (ohne Vorwahl). 

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