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Ab 2025 soll die U5 im Europaviertel fahren.
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Ab 2025 soll die U5 im Europaviertel fahren.

Verkehr

So wird das Jahr 2021

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Was sind die wichtigsten Projekte auf Straßen, Schienen, Autobahnen und Radwegen in Frankfurt und der Region? Ein Ausblick ins Jahr 2021.

Radwege: Gleichberechtigt

Vor eineinhalb Jahren haben die Stadtverordneten beschlossen, Frankfurt fahrradfreundlicher zu machen. Bis 2023 sollen 45 Kilometer Radwege gebaut oder umgestaltet werden. Im Dezember kam der Radweg auf der Hochstraße in der Innenstadt hinzu. Im kommenden Jahr würden die vorhandenen Radwege auf der Hanauer Landstraße erneuert, sagte Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD). Geplant seien mehr Platz für Fuß- und Radverkehr und weniger Parkplätze. Von der Elisabethenstraße bis zum Lokalbahnhof sei ein Radweg geplant. Derzeit lasse die Stadt in einer Studie untersuchen, wie Radwege auf dem City- und dem Anlagenring möglich seien, die Ergebnisse würden für 2021 erwartet. Dann soll auch über den Umbau des Oeder Wegs zur fahrradfreundlichen Nebenstraße entschieden werden.

„Alle Themen, die den Radentscheid betreffen, hängen stark vom Ausgang der Kommunalwahl ab“, sagte Oesterling. Bisher verfolgt die Koalition das Ziel, den Fahrradverkehr gleichberechtigt mit dem Autoverkehr zu behandeln. Im Wahlprogramm der CDU sei aber davon die Rede, dass der Radverkehr über Nebenstraßen fahren solle – eine Position, die auch die IHK Frankfurt vertrete. „Das ist dann keine gleichberechtigte Behandlung mehr“, sagte er.

Schienen für die Region: Homburger Damm

Die Deutsche Bahn schließt 2021 das Projekt „Homburger Damm“ ab. Dabei handelt es sich um ein 800 Meter langes Gleis, das die Bahn im Westen des Hauptbahnhofs verlegt, nahe der Abstellanlage für die S-Bahnen an der Weilburger Straße, sowie eine 60 Meter lange Brücke, auf der das Gleis verläuft. Die Arbeiten hatten 2017 begonnen. Kosten: rund 130 Millionen Euro.

Das neue Gleis soll die Kapazitäten im Fernverkehr und bei den Regionalzügen aus Limburg, Wiesbaden und Königstein erhöhen. Bislang kreuzten Fernzüge und Regionalbahnen im Vorfeld des Hauptbahnhofs die Gleise, was Verspätungen verursachte. Diese Gleiskreuzungen werden durch den Homburger Damm verringert.

Ab Sommer will die Bahn mit dem Bau von zwei neuen Gleisen für Fernzüge zwischen Stadion und Gutleut beginnen. Die Fernzüge sollen über die dritte Niederräder Brücke fahren, die die Bahn ab 2023 bauen will. 2029 sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein.

Das Planfeststellungsverfahren für die Wallauer Spange, eine vier Kilometer lange Verbindung zwischen Wiesbaden und dem Frankfurter Flughafen, soll beginnen. Ebenso das Planfeststellungsverfahren für die erste Baustufe von Rhein/Main-Rhein/Neckar, eine 60 Kilometer lange Hochgeschwindigkeitsstrecke für Fernzüge von Frankfurt nach Mannheim.

Autobahnen: Viele Baustellen

Der Bund verwaltet die Autobahnen ab 2021 in der neuen Autobahn GmbH. Die für das Rhein-Main-Gebiet zuständige Niederlassung ist in Montabaur. Bis Jahresende war Hessen Mobil zuständig, mit Sitz in Wiesbaden.

Wie die Autobahn GmbH mitteilte, gingen verschiedene Projekte rund um Frankfurt weiter. So werde bis Oktober an der A3 eine neue Brücke an der Anschlussstelle Offenbach gebaut. Die alte Brücke, die marode sei, werde ab November 2021 abgerissen.

Gebaut werde eine neue Rampe zwischen A3 und A67 am Anschlussdreieck Mönchhof bei Raunheim. Voraussichtliches Bauende: April 2023.

Bis Herbst 2021 werde der Kaiserleikreisel an der A661 umgebaut. Sobald die Strahlenbergerstraße saniert sei, beginne die letzte Bauphase, in der die Berliner Straße grundhaft erneuert werde. Zwei Bushaltestellen würden gebaut.

An der A661 wird die Einfädelspur ausgebaut.

An der A5 werde eine Brücke an der Trichterfeldschneise nahe dem Flughafen saniert werden. Der Wirtschaftsweg werde gesperrt. Die Bauzeit sei von Mai bis August 2021.

An der A66 werde die Überführung über die B8 an der Anschlussstelle Miquelallee instand gesetzt, ab August.

An der A5 und A648 ist die Verstärkung der Brücken, die am Westkreuz Frankfurt über die Nidda führen, fast fertig. Eingebaut wurde Carbonbeton, was es so in Deutschland noch nicht gab. Von April bis August werde das letzte der drei Teilbauwerke mit Carbonbeton verstärkt.

Für den Riederwaldtunnel an der A66 würden Leitungen zur Neuorganisation des Netzes verlegt und weiter am Kanalnetz gearbeitet. Die Fahrspuren der A661, die provisorisch um das Autobahndreieck Erlenbruch führen, würden darauf gelegt. An der Anschlussstelle Borsigallee und an der geplanten Grünbrücke über die A66 („Am Roten Graben“) fänden geologische Bohrungen statt. Kampfmittel für den westlichen und mittleren Tunnelbereich würden geräumt.

Zwischen Flinschstraße und Mergenthaler Straße entstehe das Tunnelbetriebsgebäude. Die Lärmschutzwände für die U-Bahn würden aufgestellt. Die Baustraße im westlichen und mittleren Tunnelbereich werde gebaut.

Für den Ausbau der A661 zwischen Friedberger Landstraße und der Hanauer Landstraße laufe die Einwendungsphase im Planänderungsverfahren noch bis 5. Februar. Bis dahin können Bürger:innen Einwendungen geltend machen.

Geplant seien eine Direktrampe, ein Verflechtungsstreifen, offenporiger Asphalt, Lärmschutzwände sowie die Abwicklung der Alleenspange, einem Autobahnabschnitt, der zum Alleentunnel führen sollte, der bereits aufgegeben wurde.

Straßen in der Stadt: Sanierung

Das größte Straßenbauprojekt in Frankfurt im Jahr 2021 ist die Erneuerung der Wilhelmshöher Straße in Seckbach. Rund 12 000 Fahrzeuge, davon etwa 500 Lastwagen, müssen sich drei Jahre lang andere Wege suchen, wenn die Sanierung ab Mitte März beginnt. Saniert wird das 530 Meter lange Teilstück von der Heinz-Herbert-Karry-Straße bis zur Atzelbergstraße. Es ist der erste von zwei Bauabschnitten. Die Wilhelmshöher Straße wird in dem Bereich für Fahrzeuge gesperrt. Wenn die Arbeiten beginnen, wird die Kreuzung Wilhelmshöher Straße/Atzelbergstraße sechs Wochen lang gesperrt.

Die Wilhelmshöher Straße in Seckbach wird saniert.

Umleitungen führen die Fahrzeuge um Seckbach herum. Wenn Anfang Mai die Sperrung der Kreuzung aufgehoben wird, gilt für Anlieger:innen eine kleinräumige Umfahrung. Erneuert werden die Fahrbahn, die Gehwege, die Straßenbeleuchtung, die Wasser-, Strom- und Gasleitungen und die Hausanschlüsse. Der Straßenquerschnitt, also Fahrbahn, Parkstreifen und Gehwege, wird neu aufgeteilt. Bushaltestellen werden barrierefrei. 17 Bäume werden gepflanzt. Für Bürger:innen wird ein Baustelleninformationsmanagement eingerichtet. Die Kosten liegen bei rund 4,5 Millionen Euro.

Weitere Straßenprojekte in der Stadt will das Amt für Straßenbau- und Erschließung bis Frühjahr vorstellen. Zu den Landesstraßen stellt die Baubehörde Hessen Mobil derzeit eine Übersicht zusammen.

Bahnen in der Stadt: Stationen erneuern

Der Bau der U-Bahn vom Hauptbahnhof ins Europaviertel geht weiter. 2021 wird an der zweiten Röhre zwischen Güterplatz und Platz der Republik gebaut. 2025 sollen die ersten Züge der Linie U5 fahren.

2021 will die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) Rolltreppen erneuern, Gleise und Weichen erneuern und Stationen barrierefrei machen. Zwölf erneuerte Rolltreppen soll es an den U-Bahn-Stationen Zoo, Leipziger Straße, Alte Oper und Bockenheimer Warte geben.

Gleise oder Weichen würden unter anderem zwischen Bodenweg und Gravensteiner Platz, an der Eckenheimer Landstraße, an der Abstellanlage Bommersheim, zwischen Bommersheim und Nieder-Eschbach sowie an der Zobelstraße, der Battonnstraße, dem Allerheiligentor und der Niddastraße erneuert.

Die U-Bahn-Stationen Westend (ab Februar) und Römerstadt (ab Sommer) sollen einen Aufzug bekommen. Die Haltestellen Alt-Fechenheim, Hospital zum Heiligen Geist und Stresemann-/Gartenstraße werden ab Sommer/Herbst barrierefrei.

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