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Verhütungsmittelfonds eingerichtet

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Wetterau - Der Wetteraukreis hat einen Verhütungsmittelfonds für Menschen mit geringem Einkommen eingerichtet. Frauen und Männer, die im Kreis leben und soziale Hilfen beziehen, können ab sofort die Übernahme der Kosten für Verhütungsmittel beantragen. Der Antrag kann bei der Caritas, der Diakonie Wetterau und pro familia gestellt werden. „Frauen mit geringem Einkommen können Verhütungsmittel häufig nicht mehr finanzieren“, sagt Susanne Martin-Ploner von der Schwangerenberatungsstelle der Diakonie Wetterau aufgrund der Erfahrungen in der Beratungsarbeit.

Ziel des Fonds ist es, Frauen und Männern auch bei geringem Einkommen einen Zugang zu sicheren Verhütungsmitteln zu erleichtern und ihr Recht auf eine selbstbestimmte Familienplanung und Sexualität zu stärken, erläutert Kornelia Schäfer, Leiterin des Fachdienstes Frauen und Chancengleichheit des Wetteraukreises. „So sollen auch ungewollte Schwangerschaften und Schwangerschaftsabbrüche vermieden werden.“ Der Fonds ist für alle Menschen ab 22 Jahre zugänglich, die im Kreis wohnen und soziale Leistungen beziehen. Darunter fallen Wohngeld und Kinderzuschlag, Arbeitslosengeld II, BAföG und Berufsausbildungsbeihilfe, Sozialhilfe und Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Bei jungen Frauen unter 22 Jahren übernehmen die Krankenkassen die Kosten.

BERATUNG

Caritasverband Gießen , Kleine Klostergasse 16 in Friedberg (Tel. 0 60 31/58 34, E-Mail cbz-wetterau.friedberg@ caritas-giessen.de).

Diakonie , Bahnhofstraße 26 in Nidda, 0 60 43/96 40 0 oder -234, schwangerenberatung@ diakonie-wetterau.de.

Pro familia Friedberg , Saarstraße 30 in Friedberg, Telefon 0 60 31/23 36, E-Mail friedberg@profamilia.de.

Den Info-Flyer mit Antragsformular gibt es in vielen sozialen Einrichtungen und online unter https://frauenseiten. wetterau.de zu finden. red

Die Anträge können bei den drei Schwangerenberatungsstellen im Wetteraukreis per E-Mail, per Post oder persönlich gestellt werden. Wenn gewünscht, bieten die Stellen auch ein Beratungsgespräch zu Vor- und Nachteilen verschiedener Verhütungsmittel an. Übernommen werden alle Mittel wie Pille, Dreimonatsspritze, Hormonimplantat, Hormonpflaster und Spirale, aber auch die Sterilisation bei Mann und Frau. Der Fonds ist eine freiwillige Leistung des Kreises, es besteht kein Rechtsanspruch. red

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