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Verdi-Jugend will Feld nicht den Gegnern überlassen

  • Peter Hanack
    VonPeter Hanack
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Fachbereich Verkehr der Gewerkschaft diskutiert über Flughafenausbau / Nachwuchs kündigt neue Initiative an

FRANKFURT A. M. Die Entscheidung für oder gegen einen Ausbau sei eine Schicksalsentscheidung für die gesamte Region, sagte Fraport-Arbeitsdirektor Herbert Mai. Der Flughafen sei einer der wenigen großen Arbeitgeber, bei dem die Zahl der Arbeitnehmer noch zunehme. Verkehr sei eine Wachstumsbranche, der Flughafen habe die Chance, an diesem Wachstum teilzuhaben. Ohne Ausbau allerdings sei der Status quo nicht zu halten. Mai prognostizierte für diesen Fall einen Rückgang von Arbeitsplätzen. Allerdings sei der Ausbau nur unter Einschluss der Mediationsergebnisse zu haben, zu dem unter anderem ein Nachtflugverbot gehört.

Der Fachbereich Verkehr in der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hatte in die Sporthalle der Fraport auf dem Flughafengelände eingeladen, um die Position für einen Ausbau deutlich zu machen. Bei den Gewerkschaftsmitgliedern am Flughafen hatte die Entscheidung der Landesdelegiertenkonferenz im April gegen den Ausbau viel Ärger ausgelöst. Dort hatten vor allem Delegierte der früheren IG Medien und der Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen eine knappe Mehrheit gegen die Ausbaupläne gebildet. Zahlreiche Mitglieder drohten mit Austritt, sollte die Delegiertenentscheidung auch auf Bundesebene Bestand haben.

Der stellvertretende hessische Verdi-Chef Gerold Schaub appellierte an die Gewerkschaftsmitglieder, die internen Diskussionen auszuhalten. Auch er ließ allerdings keinen Zweifel daran, dass ein Ausbau zum Erhalt und zur weiteren Schaffung von Arbeitsplätzen unverzichtbar sei. Nach Einschätzung von Jan Kahmann, beim Verdi-Bundesvorstand Leiter des Fachbereichs Verkehr, wird sich der Bundeskongress der Gewerkschaft im November für den Ausbau aussprechen. Der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske hat sich diesem Votum angeschlossen. Innerhalb von Verdi spiegele sich der Diskussionsprozess, der auch in der Gesellschaft über Pro und Contra Ausbau stattfinde, sagte Kahmann. Allerdings sei die Hauptaufgabe einer Gewerkschaft die Sicherung von Beschäftigung. Auch innerhalb Verdis müsse das Pendel in der Debatte über Ökologie, Lärm und Arbeitsplätze zugunsten der Beschäftigung ausfallen. Man müsse jetzt Flagge zeigen für den Ausbau, sagte Betriebsrat Edgar Stejskal, der für Verdi im Aufsichtsrat von Fraport sitzt. Nach Angaben von Verdi-Jugendsprecher Peter Hüttl sind die Auszubildenden bei Fraport fast ausnahmslos für einen Ausbau. Er regte eine betriebsübergreifende Initiative am Flughafen an, um Jugendliche an der politischen Diskussion um den Ausbau zu beteiligen. Man dürfe, sagte Hüttl, das Feld nicht den Ausbaugegnern überlassen.

Dossier: Wächst der Flughafen weiter?

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