Ballon-Absturz

Ursachen-Ermittlung wird länger dauern

Die Befragungen von Zeugen sind zeitaufwändig. Und es brauche Zeit, um alle Angaben auszuwerten. 

Nach dem Absturz eines Heißluftballons im Sauerland mit einer zehnköpfigen Reisegruppe aus Nordhessen an Bord befindet sich ein 52-Jähriger nach wie vor in einem kritischen Zustand. Fünf weitere Personen seien noch in Kliniken in Nordrhein-Westfalen oder Hessen in Behandlung, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Alle elf Insassen waren bei dem Unglück am Dienstagabend verletzt worden. Die Ermittlung der Unfallursache werde noch einige Zeit beanspruchen.

Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) hatten die Absturzstelle auf einer Wiese in Marsberg untersucht und den Ballon an den BFU-Sitz nach Braunschweig gebracht. "Man hat uns seitens der BFU signalisiert, dass es bei so einem Unglück bis zu einem abschließenden Gutachten mindestens ein Jahr dauern kann", sagte der Polizeisprecher.

Auch die Kriminalpolizei ermittelt. Allerdings gestaltet sich die Befragung ebenfalls zeitaufwendig: Alle Verletzten werden in unterschiedlichen Krankenhäusern versorgt. Die anderen Betroffenen seien wieder daheim in Hessen und würden von den dortigen Beamten befragt. Es brauche Zeit, um alle Angaben auszuwerten, hieß es bei der Polizei im Hochsauerlandkreis.

Der Ballon war kurz vor der Landung in etwa einem Meter Höhe ins Schlingern geraten und abgestürzt, der Korb überschlug sich. Dabei geriet der Korb durch den Brenner in Brand. Die Insassen - der Ballonfahrer (63) und eine zehnköpfige Reisegruppe aus Nordhessen - erlitten Verletzungen durch den Aufprall und das Feuer. (dpa)

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