Berufsorientierung an Schulen

Unternehmen werben an Schulen mit Postkarten für Nachwuchs

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Die IHK stellt „Zukunftssäulen“ in Schulen auf, um Schülern bei der Berufsorientierung zu helfen. Unternehmen können mit Postkarten um Nachwuchs werben.

Alle 20 Sekunden wechselt das Bild an der sogenannten Zukunftssäule im Erdgeschoss der IGS Herder in Frankfurt. Auf dem Bildschirm erscheint eine Ankündigung zur Abi-Zukunftsmesse in der Eissporthalle. Oder zur IHK-Lehrstellenbörse. Oder ein Spot der Commerzbank läuft, in dem für IT-Ausbildungsplätze geworben wird. Zudem liegen an der Säule Postkarten aus von Unternehmen, die einen Ausbildungsplatz anbieten. „Nach der Schulbank – Postbank“ steht auf einer. „So vielfältig wie das Leben“ auf einer anderen von der Polizei.

An 35 Schulen im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt stehen nun solche Zukunftssäulen: 20 in Frankfurt, die anderen im Hochtaunus- und Main-Taunus-Kreis. „Wir versuchen neue Kommunikationswege zu den Schülerinnen und Schülern zu finden“, sagte Klaus-Stefan Ruoff, Vizepräsident der IHK Frankfurt, am Mittwoch in der IGS Herder. Damit will ihnen die IHK die duale Berufsausbildung näherbringen, denn es gibt einen Fachkräftemangel und die Hälfte aller Schüler will einen Schulabschluss, mit dem sie später eine Hochschule besuchen kann. „Mit den Zukunftssäulen schaffen wir es, direkt an die Schulen zu kommen.“

Die IHK beteiligt sich finanziell an den Säulen der Schulmarketing-Agentur „dsa Youngstar“. Es gibt sie bereits in Hamburg, Berlin, Düsseldorf. Auf der jederzeit ansteuerbaren Säule könnten sich nicht nur große Betriebe präsentieren, auch kleinere und mittlere aus der Umgebung etwa, sagte André Mücke von „dsa Youngstar“. „Für sie ist es oft besonders schwierig, Auszubildende zu finden. „Diese Lücke schließt die Säule.“

Mit Postkarten könnten sie an Schulen dann etwa werben. „Für ganz wenig Geld“, sagte Ruoff. „Oft kennen Schüler nur die großen Arbeitgeber in der Region, die dann eine hohe Nachfrage verzeichnen.“ Derzeit gebe es aber 454 offene Lehrstellen für Hauptschüler und 792 für Realschüler. „Sie werden gebraucht, es muss nicht immer der höchste Schulabschluss sein.“

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