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Unternehmen in Hessen suchen mehr Beschäftigte

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Von: Christoph Manus

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Fachkräfte werden nicht nur in der Pflege dringend gesucht.
Fachkräfte werden nicht nur in der Pflege dringend gesucht. © dpa

Die Arbeitslosigkeit in Hessen sinkt trotz der Pandemie weiter. Die Agentur für Arbeit sieht einen beträchtlichen Fachkräftemangel und wirbt für mehr Qualifizierung und Weiterbildung.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften steigt in Hessen trotz der Corona-Pandemie und wieder steigender Anträge auf Kurzarbeit deutlich an. Bei den hessischen Arbeitsagenturen waren im Dezember mehr als 50 000 offene Stellen gemeldet. Das sind gut 27 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Der Stellenmarkt habe eine große Dynamik, sagt Bettina Wolf, Geschäftsführerin Operativ der Regionaldirektion Hessen bei der Bundesagentur für Arbeit. Nicht nur in Branchen wie der Pflege oder in manchen Handwerksberufen gebe es deutlich mehr freie Stellen als arbeitslose Fachkräfte. „Wir können dem zunehmenden Fachkräftemangel nur begegnen, indem wir weiter auf Qualifizierung und Weiterbildung setzen“, sagt Wolf.

Bereits im Oktober überstieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Hessen die Marke von 2,7 Millionen. Deutlich mehr Menschen als vor einem Jahr arbeiten etwa in der IT-Branche, der öffentlichen Verwaltung, der Bauwirtschaft sowie als Leiharbeitende. Dagegen sank die Zahl der Beschäftigten im Gastgewerbe und im verarbeitenden Gewerbe.

Die Arbeitslosigkeit in Hessen liegt deutlich unter dem Vorjahreswert

Die Arbeitslosigkeit sank im Dezember nur minimal; die hessische Quote liegt mit 4,6 Prozent aber 0,8 Punkte unter dem Wert des Vorjahresmonats. In Frankfurt sank sie auf 5,8 Prozent.

Die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit weist allerdings darauf hin, dass die Gruppe der Langzeitarbeitslosen von dem seit Sommer positiven Trend nicht profitiert. 62 672 Menschen waren im Dezember seit mehr als einem Jahr arbeitslos gemeldet. Das sind 3,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Inzwischen gelten fast 40 Prozent der Arbeitslosen in Hessen als langzeitarbeitslos.

Hessische Unternehmerverbände und DGB streiten über einen höheren Mindestlohn

Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) bezeichnet den Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt als wackelig. Und weist darauf hin, dass noch immer fast 8000 Betriebe mit knapp 100 000 Beschäftigten Kurzarbeitergeld erhielten. Einmal mehr warnt die VhU vor einem Mindestlohn von zwölf Euro pro Stunde.

„Wer arbeitet, hat ein Recht auf einen armutsfesten Lohn“, sagt dagegen der hessische DGB-Vorsitzende Michael Rudolph. Er beklagt eine andauernde Spaltung auf dem Arbeitsmarkt zwischen gut bezahlter, sicherer Arbeit und prekärer Arbeit.

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