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Eine Auszubildende bei der Arbeit an einer Drehbank.
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Eine Auszubildende bei der Arbeit an einer Drehbank.

Ausbildung

Abgelehnte Bewerber:innen weiterempfehlen

  • Peter Hanack
    vonPeter Hanack
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Eine neue Online-Plattform will helfen, Betriebe und Jugendliche zusammen zu bringen. Und das lästige Bewerbungen-Schreiben soll auch nicht mehr nötig sein.

Ausbildungsradar heißt ein neues Konzept, das junge Menschen und Ausbildungsbetriebe besser als bisher zusammenbringen will. Entwickelt wurde es von einem Start-up aus Fulda und dem Arbeitgeberverband Hessen-Chemie.

„Es geht uns darum, ausbildungswillige Menschen im Ausbildungsmarkt zu halten, statt sie zu frustrieren“, sagt Verbandsgeschäftsführer Jürgen Funk. „Denn Absagen tun richtig weh.“ So komme es immer wieder vor, dass sich Bewerber:innen nach einer negativen Rückmeldung umorientierten und beispielsweise ein Studium aufnähmen. Diese abgelehnten Bewerber:innen sollen nun leichter den Zugang zu einem anderen Ausbildungsbetrieb erhalten.

Malte Bürger, einer der Gründer von Praktikumsjahr.de und Partner von Hessen-Chemie beim Ausbildungsradar, nennt ein Beispiel. „Die Firma Merck in Darmstadt etwa erhält jährlich rund 4800 Bewerbungen, hat aber nur rund 200 Stellen.“ Entsprechend viele Absagen gibt es. „Dabei sind dort viele sehr engagierte und qualifizierte Bewerber darunter, die für andere Unternehmen interessant sein könnten“, so Bürger. Diese sollen nun von dem Unternehmen oder Betrieb, bei dem sie sich beworben haben, an andere empfohlen werden können.

Nicht immer neu bewerben

Dazu haben Bürger und seine Mitstreiter von Praktikumsjahr.de den Ausbildungsradar aufgebaut. Es handelt sich dabei um eine Plattform, auf die die Mitgliedsunternehmen von Hessen-Chemie zugreifen können. Dort finden sie die Daten der abgelehnten, aber dennoch guten Bewerber:innen – sofern diese das möchten und sich dort angemeldet haben. Dazu bekommen diese von dem Unternehmen, bei dem sie sich beworben hatten, einen exklusiven Link.

„Gerade kleinere und mittlere Unternehmen erhalten oft nicht so viele Bewerbungen, wie sie benötigen. Vor allem für sie sind die Empfehlungen auf der Plattform gedacht“, erläutert Bürger. Die Bewerbungsverfahren, sagt Jürgen Funk, seien sich häufig recht ähnlich. Durch den Ausbildungsradar müssten große Teile davon nicht immer neu durchgespielt werden und die Bewerber:innen selbst müssten nicht immer von Grund auf neue Bewerbungen schreiben. Das Kriterium für eine solche Empfehlung sei: „Würde man die Person einstellen, wenn es einen weiteren Platz zu besetzen gäbe?“

Gestartet ist der Ausbildungsradar am 20. Oktober, rund ein Drittel der 80 Verbandsmitglieder haben sich dafür schon angemeldet. Bewerber:innen werden allerdings erst im Laufe der nächsten Wochen und Monate dazu kommen, wenn die Einstellungsverfahren für das nächste Ausbildungsjahr beginnen.

Auch andere Branchen und Verbände sollen etwas davon haben können. „Wir wollen die Ausbildung insgesamt stärken. Damit alle profitieren, sollten alle zusammenarbeiten“, sagt Funk. Interessant könnte der Ausbildungsradar etwa für die Metallindustrie, den Handel oder auch das Handwerk sein. Sie sollen dafür eine Lizenz erwerben können.

Alle Informationen für Unternehmen sowie Hilfen und Erklärvideos für Eltern und Jugendliche gibt es auf der Website Ausbildungsradar.de.

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